| Newsletter Newsletter August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

vor 75 Jahren verabschiedeten die Vereinten Nationen die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) u.a. vor dem Hintergrund der Verbrechen des 2. Weltkriegs. Mit dem Protokoll von 1967 bildet sie bis heute die Grundlage des internationalen Flüchtlingsschutzes. Wie nd in einem Artikel vom 28.07.2026 kommentiert, sei ihre Bedeutung angesichts zunehmender Fluchtbewegungen ungebrochen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sei, u.a. wegen der erheblichen Senkung der US-Beiträge, massiv unterfinanziert: 2025 hätten rund 1,25 Milliarden US-Dollar weniger Mittel als 2024 zur Verfügung gestanden, damit seien nur noch 37 % des Bedarfs gedeckt gewesen, gegenüber 48 % 2024. Zugleich werde der Flüchtlingsschutz politisch weiter eingeschränkt. Die Europäische Volkspartei (EPP) fordert in der Ende Juni 2026 verabschiedeten Resolution „Restoring Trust in Europe’s Migration System“ u.a. stärkeren Grenzschutz, schnellere Abschiebungen sowie den Ausbau von „Rückkehrzentren“ und Vereinbarungen mit Drittstaaten. Auch das im Juni 2026 in Kraft getretene reformierte Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) bedroht die Gewährleistung der in der GFK verbrieften Rechte. Wie wir als Flüchtlingsrat NRW in einer Pressemitteilung vom 28.07.2026 verdeutlichen, könnten beschleunigte Verfahren und die Ausweitung „sicherer“ Herkunftsländer die individuelle Prüfung von Asylanträgen und das Non-Refoulement-Gebot gefährden. Umso wichtiger ist es, besonders Schutzbedürftige frühzeitig zu erkennen und ihre Schutzbedarfe im Asylverfahren zu berücksichtigen. Deshalb fordern wir die schwarz-grüne Landesregierung auf, ein seit Jahren rechtlich vorgesehenes Verfahren zur frühen Erkennung von Vulnerabilitäten in den Landeseinrichtungen umzusetzen und ein flächendeckendes, unabhängiges Beratungsangebot sicherzustellen. 

In diesem Newsletter informieren wir über die politische Debatte zu den Fluchtbewegungen nach Ceuta innerhalb der Europäischen Union. Wir befassen uns mit den Neuerungen bei der Schutzgewährung für Ukrainerinnen. Darüber hinaus berichten wir über die Ausweitung von Abschiebungen nach Afghanistan sowie einen aktuellen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum beendeten Bundesaufnahmeprogramm für besonders gefährdete Afghaninnen. Abschließend stellen wir den aktuellen Jahresbericht der unabhängigen Abschiebungsbeobachtung NRW sowie aktuelle Pläne der Landesregierung zur Zentralisierung von Abschiebungen vor.

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis.

Nein zur Bezahlkarte: Ratsbeschlüsse aus nordrhein-westfälischen Kommunen

In dieser regelmäßig aktualisierten Übersicht dokumentiert der Flüchtlingsrat NRW, welche Kommunen sich bisher gegen die Einführung einer Bezahlkarte für Schutzsuchende entschieden haben.

Zur Übersicht der Kommunen.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen - Neue Arbeitsshilfe und Flyer

Als Flüchtlingsrat NRW fördern wir die Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit über die Situation von Flüchtlingen und setzen uns aktiv gegen menschenverachtende Ideologien ein, um Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen entgegenzuwirken.

Argumentationshilfe gegen Vorurteile herunterladen.

Den Flyer können Sie hier runterladen. Gegen die Übernahme der Portokosten ist er zudem kostenlos bei uns bestellbar. 

Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ aktualisiert (Stand September 2025).

Broschüre herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingsbezogene Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand November 2025, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von flüchtlingsbezogenen Projekten und Veranstaltungen, insbesondere zu flüchtlingspolitischen Themen, angefragt werden können.

Mehr zu Kooperations- und Fördermöglichkeiten

Forum Landesunterbringung

Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchte einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

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