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Über das Projekt

Warum verleihen wir einen Ehrenamtspreis? 

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken. Zugleich soll damit ein Zeichen gegen die Verschärfung des gesellschaftspolitischen Klimas gegenüber Flüchtlingen und deren ehrenamtlichen Unterstützerinnen gesetzt werden. Der Preis steht symbolisch für den ehrenamtlichen Einsatz unzähliger Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen. 

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Als im Jahr 2015 sehr viele Flüchtlinge in Deutschland Schutz suchten, machte sich zunächst eine Stimmung der Willkommenskultur breit. Viele Initiativen gründeten sich innerhalb von kürzester Zeit und setzten sich vor Ort für eine verbesserte Aufnahmesituation von Flüchtlingen ein. Trotz anfänglicher Willkommensstimmung, lässt sich inzwischen leider ein verschärfter Ton gegenüber Flüchtlingen beobachten: Zahlreiche Asylrechtsverschärfungen wurden begleitet vom Aufstieg der AFD und flüchtlingsfeindliche Parolen wurden wieder erschreckend salonfähig. Zwar hat sich die Zahl der ankommenden Flüchtlinge aufgrund der Schließung der Balkanroute und der immer weiter zunehmenden Abschottung Europas wieder drastisch reduziert. Dies bedeutet jedoch in keinem Fall, dass sich dadurch der Bedarf an flüchtlingspolitischem Engagement verringert hätte: Besonders wichtig ist nun, dass sich die neu angekommenen Menschen erfolgreich in unsere Gesellschaft integrieren können. Stattdessen wird derzeit das Ankommen durch die Kategorisierung von Flüchtlingen und rechtlichen Verschärfungen für einige immer weiter erschwert. Trotz dieser problematischen Entwicklung engagieren sich nach wie vor zahlreiche Ehrenamtliche für Flüchtlinge und stellen eine unerlässliche Ergänzung zu in der Flüchtlingsarbeit hauptamtlich Tätigen dar. Die neu gegründeten Initiativen haben sich inzwischen meist gut etabliert und ihren Platz innerhalb der Kommune gefunden. Dort leisten sie noch immer verlässliche und wichtige Arbeit. Dieses Engagement ist unerlässlich für ein positives Klima, in dem Flüchtlinge sich wohl fühlen und zur Ruhe kommen können. Verschärfte rechtliche und politische Rahmenbedingungen erschweren die Arbeit der Initiativen jedoch zunehmend, da Flüchtlingen teilweise erhebliche Teilhabemöglichkeiten verwehrt werden. Daher erleben wir in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, dass diese sich neben der praktischen Unterstützung von Flüchtlingen nun auch vermehrt auf kommunaler politischer Ebene für die Rechte von Flüchtlingen stark machen.

Durch die Solidarität und Unterstützung der Engagierten erleichtern diese oftmals den sehr schwierigen Alltag von Flüchtlingen. Angesichts des nach wie vor verbreiteten Rassismus und der Abschottungstendenzen weiter Teile der Bevölkerung setzen sie zudem ein sehr wichtiges gesellschaftliches Signal. Als Flüchtlingsrat NRW e.V. bemühen wir uns daher nach Kräften, dieses Engagement zu fördern und zu unterstützen. Nordrhein-Westfalen kann schon lange auf eine lebhafte Unterstützerlandschaft aus ehrenamtlich tätigen Einzelpersonen und Initiativen blicken, die sich – allen Widrigkeiten und begrenzten Mitteln zum Trotz – kontinuierlich für Flüchtlinge engagieren. Seit 2014 haben sich viele weitere Initiativen gegründet, welche sich in kürzester Zeit organisieren und qualifizieren mussten. Nach wie vor ist es wichtig, dass sich Initiativen und engagierte Einzelpersonen untereinander vernetzen, austauschen und unterstützen. Viele dieser Personen und Initiativen sind zudem nicht nur in der lokalen Flüchtlingshilfe tätig, sondern leisten auch eine wichtige gesellschaftspolitische Arbeit. Sie setzen sich für die Rechte von Flüchtlingen und für eine herkunftsunabhängige gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen ein, wirken aktiv an einer nachhaltigen Änderung von Strukturen mit und leisten dadurch einen unverzichtbaren Beitrag zu einer gelingenden demokratischen Zivilgesellschaft.

Die Kooperationspartner

Der Flüchtlingsrat NRW e. V. verleiht seinen Ehrenamtspreis in Kooperation mit Amnesty International und dem DGB NRW.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist die weltweit größte Bewegung, die für die Menschenrechte eintritt. Alle Kampagnen und Aktionen basieren auf den Grundsätzen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die NGO ist unabhängig von Regierungen, Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen. Amnesty besteht in Deutschland aus mehr als 150.000 Mitgliedern und FörderInnen, die in rund 650 Amnesty-Gruppen organisiert sind.

Link zur Homepage von Amnesty International: https://www.amnesty.de/

Der DGB NRW ist der Dachverband von acht Mitgliedsgewerkschaften im Bundesland NRW. Er vertritt hier rund 1,4 Millionen Mitglieder gegenüber politischen Entscheidungsträgern, Parteien und Verbänden. Der DGB NRW setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein: Arbeit und Einkommen müssen gerecht verteilt werden und Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Geschlecht die gleichen Chancen erhalten. Er ist – wie seine Mitgliedsgewerkschaften – pluralistisch und unabhängig, aber keineswegs politisch neutral. Er bezieht klar Position im Interesse der ArbeitnehmerInnen.

Link zur Homepage vom DGB NRW: https://nrw.dgb.de/

Haben Sie Fragen zum Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrats NRW? - Dann schreiben Sie einfach eine E-Mail an oder rufen Sie uns an (0234 - 587315 6)!


Impressionen des Ehrenamtspreis 2018

Jury und Preisträger
Preisskulptur
Infostände zur Präsentation der anwesenden Initiativen
Blick zum Publikum
Shamshir Syed Haiser, einer der beiden Poetry Slammer
Band Sommerhaus mit Rettungsweste

Ehrenamtspreis Ablauf des Bewerbungsverfahrens 2018

Wer konnte sich bewerben?
Die Ausschreibung hat sich sowohl an „Neulinge“, deren Arbeit sich durch einen besonders innovativen Ansatz auszeichnet, als auch an solche Personen oder Initiativen, die sich durch ihr langfristiges Engagement verdient gemacht haben, gerichtet. Wir haben auch Bewerbungen...

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Der Flüchtlingsrat NRW hat seinen zweiten Ehrenamtspreis an eine Initiative aus Bedburg-Hau verliehen

An der Verleihung des Ehrenamtspreises am 17.11.2018 in der Zeche Carl in Essen haben knapp 140 Personen teilgenommen. Für den Preis, der erstmals 2016 anlässlich des 30-jährigen Bestehens des...

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Die Verleihung des ersten Ehrenamtspreises im Rahmen der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Flüchtlingsrats NRW im Jahr 2016

Erstmals haben wir den Ehrenamtspreis 2016 anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Flüchtlingsrats NRW verliehen. Über 130 Gäste haben der Preisverleihung des...

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

#NichtMeineLager

PRO ASYL und die landesweiten Flüchtlingsräte warnen vor Ausgrenzung und Isolation von Geflüchteten in Lagern, AnkER-Zentren und anderen Orten der Stigmatisierung und Entwürdigung.

Zum Tag des Flüchtlings 2018 startete deswegen die Kampagne #NichtMeineLager.
Die Broschüre zu der Kampagne finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!"  kann zum Jahresbeginn 2019 unter initiativen.at.frnrw.de bestellt werden.
Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

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Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2018, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
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Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

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