| LSBTIQ, Materialien, Wissenswertes Russland: geplante Gesetzesverschärfung & ein neues Dekret gegen "Homo-Propaganda"

In einem Artikel vom 01.08.2022 informiert queer.de über die geplante Gesetzesverschärfung in Russland gegenüber LSBTIQ. Diese solle eine weitere deutliche Verschärfung des sogenannten Gesetzes gegen „Homo-Propaganda“ darstellen, welches bisher positive Äußerungen über Homosexualität in der Gegenwart von Kindern und Jugendlichen verbiete. Nach damaligen Angaben von Russlands Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin solle das neue, umfassendere Gesetz im Herbst 2022 eingeführt werden.
t-online berichtet in einem Artikel vom 22.11.2022, dass die entsprechende Gesetzesvorlage am 27.10.2022 eine klare Mehrheit in der Duma, dem russischen Unterhaus, gefunden habe. Die Zustimmung des Oberhauses sowie die Unterzeichnung des Kremlchefs würden als reine Formsache gelten. Laut dem Gesetzesentwurf stehen auf die Bereitstellung oder Verbreitung von Informationen über die LSBTIQ-Gemeinschaft und -Lebensweisen Geldstrafen zwischen 50.000 Rubel (knapp 800 Euro) und fünf Millionen Rubel (etwa 80.000 Euro). Dies gelte in allen Medien – sowohl in Büchern als auch im Internet, in audiovisuellen Diensten, in Filmen und in der Werbung.
Vor dem Hintergrund des Konflikts in der Ukraine werde die Gesetzesverschärfung als Mittel zur Verteidigung russischer Werte gegen die westlichen Länder dargestellt.
Auch die ZEIT ONLINE berichtet darüber in einem Artikel vom 24.11.2022. Am 29.11.2022 erschien ein weiterer Artikel von der Frankfurter Allgemeinen zu dem Thema.

Am 10.11.2022 berichtet queer.de über das Inkrafttreten eines Dekrets gegen die „Propaganda nicht-traditioneller Werte“. Damit wolle Russlands Präsident "Bedrohungen durch Terrororganisationen, ‚gewisse Massenmedien‘ sowie durch die USA und ‚andere unfreundliche fremde Staaten‘" abwehren und der Zerstörung des "traditionellen Familienverbands" vorbeugen. Ein Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche, Fjodor Lukjanow, habe das Dekret begrüßt.
Laut queer.de ist durch die Verschärfung gegenüber LSBTIQ mit einem Anstieg von (schweren) Gewalttaten gegenüber Homo- und Transsexuellen zu rechnen. Ein solcher sei auch 2013, nach Verabschiedung des ersten Gesetzes gegen Homo-„Propaganda" eingetreten (siehe queer.de-Artikel vom 24.11.2017)
Der ganze Artikel vom 10.11.2022 kann hier nachgelesen werden. Auch schwulissimo.de berichtet darüber.

Darüber hinaus finden Sie hier weitere Informationen über
- die allgemeine Lage von LSBTIQ in Russland,
- eine Anklage gegen die LSBTIQ-Aktivistin Julia Zwetkowa und
- zunehmende Repressionen russischer Behörden gegenüber queerer Organisationen.

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchte einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt eine ausführliche Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand November 2022) bereit.

Die Argumentationshilfe finden Sie hier.

Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ aktualisiert (Stand Dezember 2021).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand November 2022, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

Mehr dazu

Flüchtlingsunterkünfte in NRW

Der Flüchtlingsrat NRW veröffentlichte seine Broschüre mit den Ergebnissen der Fragebogenerhebung aus dem Frühjahr 2021 zur Lebenssituation in den kommunalen Flüchtlingsunterkünften Nordrhein-Westfalens (Stand: März 2022).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

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