| Newsletter Newsletter Oktober 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
zum Tag des Flüchtlings am 02.10.2026 rückte die Situation von Schutzsuchenden in den Mittelpunkt. Zahlreiche Initiativen machten mit Veranstaltungen und Aktionen auf Fragen des Schutzes, eines Bleiberechts und der gesellschaftlichen Verantwortung aufmerksam. Beispielsweise fanden im Rahmen der Interkulturellen Woche im Kreis Viersen verschiedene Veranstaltungen zur Förderung von Begegnung und Austausch statt. Dazu gehört auch die Wanderausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ vom 02.10.2026, über die der Kreis auf seiner Webseite informiert.
Zugleich beeinflusst die Bundesregierung mit ihren politischen Entscheidungen weiter mit weitreichenden Folgen die Lebensbedingungen von Menschen auf der Flucht: Wie das Migazin in einem Artikel vom 06.10.2026 unter Berufung auf die am selben Tag veröffentlichten Angaben der Bundesregierung berichtet, seien die Mittel für die internationale Klimafinanzierung aus Haushaltsmitteln im Jahr 2025 deutlich gekürzt worden. Im Vorjahr habe sich die Finanzierung dafür nur noch auf 4,7 Milliarden Euro belaufen. Das seien 1,4 Milliarden Euro weniger als 2024. Damit sei die von der vorherigen Bundesregierung unter Olaf Scholz zugesagte Zielmarke verfehlt worden, ab 2025 jährlich mindestens sechs Milliarden Euro aus öffentlichen Haushaltsmitteln für die internationale Klimafinanzierung bereitzustellen. Mit diesen Geldern unterstütze Deutschland vom Klimawandel besonders betroffene Länder dabei, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und Krisen vorzubeugen. Dazu zählten beispielsweise der Ausbau des Hochwasserschutzes, die Entwicklung dürreresistenter Anbaumethoden, eine effizientere Wasserversorgung und die Einrichtung von Frühwarnsystemen für Extremwetterereignisse. Entwicklungs- und Umweltorganisationen würden die Kürzungen scharf kritisieren. Der WWF spreche von einem falschen Signal an die internationale Gemeinschaft und besonders gefährdete Länder. Die Entwicklungsorganisation Oxfam werfe der Bundesregierung „Wortbruch“ vor, weil Deutschland die von der Vorgängerregierung zugesagte finanzielle Unterstützung für die internationale Klimafinanzierung nicht eingehalten habe.
In diesem Newsletter informieren wir über erneute Verschärfungen der europäischen Asyl- und Migrationspolitik, insbesondere durch die EU-Rückführungsverordnung und die restriktive Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS). Wir beleuchten die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt 2027 bei der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung und den Integrationskursen und thematisieren die verstärkten Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan. Abschließend richten wir den Blick auf Nordrhein-Westfalen und unsere Forderung nach einer Stärkung von Bleiberechtsperspektiven statt weiterer Verschärfungen der Abschiebungspolitik.
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