| Der FRNRW in den Medien Konflikte in Unterkünften: Flüchtlingsrat NRW über verschärfende Faktoren und Gegenmaßnahmen
Artikel auf derwesten.de vom 17.07.2026.
Mit Blick auf Fälle wie den Messerangriff in einer Wittener Flüchtlingsunterkunft in der Nacht zum 17.07.2026 hebt Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW, die konfliktverschärfenden Umstände in Sammelunterkünften hervor. So fehle es an individuellen Rückzugsräumen; auch aus diesem Grund fordert der Flüchtlingsrat NRW grundsätzlich eine dezentrale Unterbringung von Schutzsuchenden in Wohnungen. Zudem verweist Naujoks auf psychische Belastungen von geflüchteten Menschen und die negativen Auswirkungen langer Zeiten der Untätigkeit und Perspektivlosigkeit. Wichtig sei etwa ein schneller Zugang zum Arbeitsmarkt, für den es Unterstützungsangebote wie Sprachkurse brauche. Die dringend benötigte auskömmliche Finanzierung von Beratungsstellen für Flüchtlinge und der Ausbau der Gewaltpräventionsmaßnahmen in den Unterkünften scheitern laut Naujoks an mangelndem politischen Willen und falschen - v. a. auf Abschreckung gerichteten - politischen Prioritäten.
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