| Aufnahme von Flüchtlingen Deutsche Aufnahmezusagen: Hunderte Betroffene warten in Pakistan und Afghanistan
Die Bundesregierung hat neue Zahlen zu afghanischen Staatsangehörigen vorgelegt, die eine deutsche Aufnahmezusage erhalten hatten, sich jedoch weiterhin vor Ort oder im Nachbarstaat in staatlicher Unterstützung befinden.Wie aus einer Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 05.05.2026 hervorgeht, wurden zum Stichtag am 7. April 2026 insgesamt 873 Personen in Pakistan und 181 Personen in Afghanistan finanziell oder logistisch von Deutschland unterstützt.
Die Verteilung nach Programmen im Überblick:
- Situation in Pakistan (873 Personen): Neben 261 Personen aus dem Bundesaufnahmeprogramm (davon 116 in der Ausreiseprüfung, 70 im Aufhebungsverfahren) und 107 ehemaligen Ortskräften befinden sich dort 450 Personen aus dem Überbrückungsprogramm, deren Aufnahmeerklärungen in der Vergangenheit aufgehoben wurden.
- Situation in Afghanistan (181 Personen): Der Großteil (160 Personen) stammt aus dem Überbrückungsprogramm, wobei für alle Betroffenen keine gültige Aufnahmeerklärung mehr vorliegt. Zudem sind dort 14 Personen aus dem Bundesaufnahmeprogramm verblieben, deren Zusagen erloschen sind.
Die Gründe für den Verbleib oder die Aufhebung von Zusagen variieren je nach Einzelfall und Programm stark. Während ein Teil der Schutzsuchenden kurz vor der Ausreise steht, wurden andere Verfahren offiziell beendet oder rückabgewickelt.

