| Der FRNRW in den Medien Memorandum "Es geht auch anders": Flüchtlingsrat NRW fordert humanere Flüchtlingspolitik
Beitrag im WDR 3 vom 19.06.2026.
Vor dem Hintergrund des zum Weltflüchtlingstag veröffentlichten Memorandums “Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt”, zu dessen Unterzeichnerinnen auch der Flüchtlingsrat NRW gehört, spricht Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW, im Interview bei “WDR 3 Resonanzen” über die Forderung nach einer solidarischen Flüchtlingspolitik. Die Asylpolitik der EU, v. a. jüngst die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), sei geprägt von der Entrechtung geflüchteter Menschen und dem Bestreben, sich der Verantwortung für Schutzsuchende durch Auslagerungs- und Abschreckungsmaßnahmen zu entziehen, z. B. durch die Einführung von Grenzverfahren unter haftähnlichen Bedingungen. Auch in Deutschland hätten seit 2015 zahlreiche Gesetzesverschärfungen die Rechte von Schutzsuchenden immer weiter eingeschränkt, während Flüchtlinge im Zuge spalterischer Rhetorik (Stichwort: "illegale Migration") zunehmend entmenschlicht würden. Mit dieser Strategie, so Naujoks, würden demokratische Parteien eine flüchtlingsfeindliche Stimmung in der Gesellschaft befeuern und rechte Parteien noch weiter stärken, statt ihnen Wählerinnen abzuwerben. Naujoks fordert eine grundlegende Haltungsänderung hin zum Schutz von - statt vor - Flüchtlingen und eine Politik der Solidarität.
Den vollständigen Beitrag finden Sie hier.
Das Memorandum und die zugehörige Pressemitteilung des Flüchtlingsrats NRW vom 19.06.2026 werden u. a. auch in einem Artikel auf evangelisch.de vom 20.06.2026 aufgegriffen.

