| Aktuell, Zahlen und Fakten UNHCR Bericht „Global Trends“: Vertreibungszahlen sinken leicht – Neue Initiative für langfristige Perspektiven
Erstmals seit zehn Jahren ist die Zahl der Vertriebenen weltweit leicht zurückgegangen, bleibt jedoch auf einem historisch hohen Niveau. Das zeigt der neue Bericht des UNHCR. Zwar sank die Zahl der Flüchtlinge im Jahr 2025 um drei Prozent auf 41,6 Millionen, doch leben weiterhin 70 Prozent von ihnen im langjährigen Exil und oft unterhalb der Armutsgrenze.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Historische Rückkehrwelle: 14,7 Millionen Menschen kehrten 2025 in ihre Heimatregionen zurück, vor allem in Afghanistan, Syrien und dem Sudan. Dies ist der zweithöchste Stand seit 60 Jahren, allerdings oft unter schwierigen Bedingungen.
- Neues Ziel für das nächste Jahrzehnt: UNHCR Chef Barham Salih fordert einen grundlegenden Wandel weg von reiner Nothilfe hin zu wirtschaftlicher Eigenständigkeit. Die Zahl der langzeitabhängigen Flüchtlinge soll in den nächsten zehn Jahren um mehr als die Hälfte sinken.
- Zentraler Hebel: Gefordert werden stärkere Investitionen in Entwicklungsländer und Schwellenländer, die Integration von Geflüchteten in nationale Arbeitsmärkte und Bildungssysteme sowie der Ausbau legaler Zugangswege wie Resettlement, da die Aufnahmeplätze im Jahr 2025 drastisch eingebrochen sind.
„Humanitäre Hilfe rettet Leben, aber ermöglicht es den Menschen nicht, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Wir brauchen einen grundlegenden Wandel.“ — UNHCR Chef Barham Salih
Den Global Trends report 2025 vom 11.06.2026 haben wir hier für Sie verlinkt.

