| Aktuell, Presseerklärungen des FRNRW Solidarität mit dem iranischen Volk!
Bochum, 14.01.2026
Pressemitteilung 01/2026
Solidarität mit dem iranischen Volk!
Flüchtlingsrat NRW fordert einen Abschiebungsstopp sowie Unterstützung der protestierenden Zivilgesellschaft im Iran
Die aktuellen landesweiten Proteste im Iran werden vom Regime mit äußerster Brutalität niedergeschlagen. Sicherheitskräfte, Revolutionsgarden und Milizen haben bereits tausende Menschen getötet, Zehntausende weitere wurden verletzt, verschleppt oder festgenommen. Die eigentlichen Zahlen dürften deutlich höher sein, denn durch den Internet-Blackout kommen nur vereinzelt Nachrichten an die Öffentlichkeit.
Die Proteste im Iran sind Ausdruck eines langen, kontinuierlichen Kampfes um Freiheit. Jede Generation ist auf die Straße gegangen – und jede wurde mit Gewalt zum Schweigen gebracht. Die internationale Gemeinschaft muss daraus endlich Konsequenzen ziehen. Menschenrechte sind nicht verhandelbar. In der Welt darf kein Platz für ein Regime der systematischen Gewalt sein. Die universellen Forderungen der iranischen Gesellschaft sind klar: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde, freie Wahlen und Frauenrechte.
Die freie Welt muss das friedlich demonstrierende iranische Volk im Kampf gegen seine autoritären Unterdrücker aktiv unterstützen.
Die Politik muss die Gewalt des Regimes gegen Demonstrierende klar und unmissverständlich verurteilen und die entsprechenden Konsequenzen ziehen.
Wir fordern:
Abschiebungsstopp in den Iran und Vermeidung von Kettenabschiebungen – sofort und ohne Ausnahmen!
Abschiebungen in den Iran sind lebensgefährlich. Menschen werden dem Folterapparat eines autoritären Regimes ausgeliefert.Schutzzuerkennung durch das BAMF!
Oppositionelle, Andersdenkende, Protestierende, Angehörige von Minderheiten werden im Iran systematisch verfolgt – diese Tatsache muss sich in den Schutzentscheidungen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge widerspiegeln.Exiliranerinnen in Deutschland schützen!
Das iranische Regime bedroht Regimegegnerinnen auch im Ausland. Exiliranerinnen in Deutschland berichten von Überwachung, Einschüchterung und Bedrohung. Wer vor dem Regime geflohen ist, darf hier nicht erneut schutzlos sein.Humanitäre Visa, besonders für Regimegegnerinnen und bedrohte Minderheiten!
Besonders Minderheiten, wie Kurden, Bahai oder afghanische Flüchtlinge, werden von dem Regime verfolgt. Es braucht die umgehende Erteilung humanitärer Visa durch die deutsche Botschaft in Teheran.
Für Rückfragen stehen wir unter der angegebenen Telefonnummer zur Verfügung.
Flüchtlingsrat Nordrhein-Westfalen e.V.
Die Pressemitteilung finden Sie hier auch als PDF-Datei.

