| Aktuell, In eigener Sache Schreiben des Flüchtlingsrats NRW an Ministerin Schäffer: Zur Integrationsministerkonferenz - Schutz und Teilhabe geflüchteter Menschen gewährleisten
Anlässlich der bevorstehenden Integrationsministerkonferenz (IntMK) hat Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW, einen dringenden Appell an die Vorsitzende, Ministerin Verena Schäffer (NRW), übermittelt. Kern der Forderungen ist eine menschenrechtskonforme Umsetzung der GEAS-Reform, die faire Asylverfahren ohne beschleunigte Grenzverfahren sowie den besonderen Schutz vulnerabler Gruppen garantiert.
Frau Naujoks mahnt zudem an, Integration von Beginn an zu ermöglichen, statt auf Abschreckung zu setzen. Zu den zentralen Forderungen gehören:
- Frühzeitiger Zugang: Uneingeschränkter Zutritt zu Sprachkursen, Bildung (Regelschulbesuch nach zwei Monaten) und dem Arbeitsmarkt ab dem ersten Tag.
- Strukturelle Verbesserungen: Der Abbau bürokratischer Hürden bei der Anerkennung von Abschlüssen sowie Investitionen in dezentralen Wohnraum statt Massenunterkünften.
- Rechtssicherheit: Ein effektiver Schutz vor Diskriminierung und die Sicherung des Aufenthaltsstatus bei erfolgreicher Integration (z. B. durch Ausbildung oder Arbeit).
- Zivilgesellschaft stärken: Eine transparente Einbindung von Fachverbänden und eine nachhaltige Finanzierung der Beratungsstrukturen.
NRW als Vorsitzland hat nun die Chance, die Weichen für eine solidarische und rechtsstaatliche Integrationspolitik zu stellen.
Den kompletten Brief haben wir hier für Sie verlinkt.

