| Aktuell, EU-Flüchtlingspolitik EU prüft Errichtung von Rückkehrzentren in zwölf Partnerstaaten
Wie das Portal InfoMigrants am 9. April 2026 berichtete, untersucht die EU-Kommission derzeit die Machbarkeit von sogenannten „Rückkehrzentren“ in Drittstaaten außerhalb der Union. Laut einem internen Dokument werden insgesamt zwölf potenzielle Partnerländer für dieses Vorhaben in Betracht gezogen, darunter Albanien, Serbien, Tunesien und Ägypten.
In diesen Zentren sollen Migranten ohne Bleiberecht untergebracht werden, um ihre Abschiebung in die Herkunftsländer effizienter zu organisieren. Hintergrund der Pläne ist die aktuell niedrige Rückführungsquote in Europa: Nur etwa 20 % der ausreisepflichtigen Personen verlassen das EU-Gebiet tatsächlich.
Während die EU-Staaten damit den Migrationsdruck senken wollen, stoßen die Pläne auf erheblichen Widerstand bei Menschenrechtsorganisationen. Kritiker bezweifeln die rechtliche Grundlage und warnen vor prekären humanitären Bedingungen für die Betroffenen in den Partnerstaaten.

