| Asylverfahren, Äthiopien/Eritrea Urteil: Rückkehr nach Eritrea - Reueerklärung und Aufbausteuer bieten keinen Schutz

In einem Urteil hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz eine Entscheidung getroffen, die eritreische Staatsangehörige betrifft, die freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren wollen.
Das Gericht hat festgestellt, dass trotz der Unterzeichnung einer sogenannten "Reueerklärung" und der Zahlung einer Aufbausteuer eine beachtliche Wahrscheinlichkeit besteht, dass Rückkehrerinnen den sogenannten "Diaspora-Status" nicht erlangen können. Dieser Status schützt vor einer Bestrafung wegen illegaler Ausreise und vor erneuter Einberufung zum Nationaldienst. Zudem ergab die Entscheidung, dass Rückkehrerinnen mit niedriger schulischer und beruflicher Qualifikation mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit unmittelbar zum militärischen Teil des Nationaldienstes eingezogen werden. Damit drohen diesen Personen unmenschliche oder erniedrigende Behandlung, einschließlich Folter.

Das Urteil stützt sich auf eine tiefgreifende rechtliche Analyse, die die Zumutbarkeit einer freiwilligen Rückkehr nach Eritrea betrifft. Insbesondere wurde darauf hingewiesen, dass die Gewährung des Diaspora-Status für dauerhaft Zurückkehrende nur in Ausnahmefällen möglich sein wird. Zudem wurde betont, dass es für freiwillige Rückkehrerinnen keine zuverlässige Bestimmbarkeit gibt, ob sie wegen illegaler Ausreise und Nationaldienstentziehung bestraft werden.

Das Verwaltungsgericht hat die Revision zugelassen, da die Entscheidung aufgrund der strittigen Fragen bezüglich der Zumutbarkeit einer "Reueerklärung" und der Rückkehrprognose für eritreische Staatsangehörige von grundsätzlicher Bedeutung ist.

Das vollständige Urteil finden Sie hier

 

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

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Nein zur Bezahlkarte: Ratsbeschlüsse aus nordrhein-westfälischen Kommunen

In dieser regelmäßig aktualisierten Übersicht dokumentiert der Flüchtlingsrat NRW, welche Kommunen sich bisher gegen die Einführung einer Bezahlkarte für Schutzsuchende entschieden haben.

Die Übersicht finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen - Neuer Flyer und Arbeitsshilfe

Als Flüchtlingsrat NRW fördern wir die Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit über die Situation von Flüchtlingen und setzen uns aktiv gegen menschenverachtende Ideologien ein, um Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen entgegenzuwirken.

Den Flyer können Sie hier runterladen.

Den Flyer können Sie seit dem 06.01.2026 gegen die Übernahme der Portokosten auch kostenlos bei uns bestellen. 

Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ aktualisiert (Stand September 2025).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingsbezogene Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand November 2025, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von flüchtlingsbezogenen Projekten und Veranstaltungen, insbesondere zu flüchtlingspolitischen Themen, angefragt werden können.

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Forum Landesunterbringung

Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
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