| Zahlen und Fakten Arbeitsmarktintegration: Ukrainische Geflüchtete fassen deutlich schneller Fuß als frühere Gruppen
Dreieinhalb Jahre nach Kriegsbeginn ist bereits die Hälfte der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland erwerbstätig, was eine deutlich schnellere Integration als bei früheren Fluchtkohorten markiert. Dieser Erfolg ist maßgeblich auf den frühen Zugang zum Arbeitsmarkt und die gezielte Unterstützung durch die Jobcenter seit Juni 2022 zurückzuführen. Während Männer mit 64 Prozent häufiger eine erste Stelle antreten, liegt die Quote bei Frauen bei 55 Prozent, da diese oft durch Kinderbetreuung stärker belastet sind. Auch die Verdienste entwickeln sich positiv: Vollzeitbeschäftigte erreichen nach knapp drei Jahren rund 72 Prozent des deutschen Medianlohns. Trotzdem beziehen rund 41 Prozent der Erwerbstätigen weiterhin ergänzende Sozialleistungen, da viele Frauen in Teilzeit oder Helfertätigkeiten arbeiten. Über die Hälfte der Beschäftigten leistet dabei einen wichtigen Beitrag in systemrelevanten Berufen und Engpassbranchen.
Den vollständigen Artikel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung finden Sie hier: IAB-Kurzbericht 3/2026

