| Ehrenamt in Landesunterkünften Engagement ermöglicht Sprache, Kontakt und Orientierung!
Die Möglichkeit, offene Treffpunkte außerhalb der Landesunterkunft zu besuchen, stellt für viele Schutzsuchende eine Verbesserung ihrer Lebenssituation dar. Sie sind nicht nur eine Gelegenheit, einfach mal „rauszukommen" – vielmehr entstehen dort Begegnungen, die Orientierung geben, beim Deutschlernen helfen und Unterstützung bieten bei der Arbeitssuche, der Beantragung einer Arbeitserlaubnis und im Kontakt mit Behörden.

Als 2024 auf einem ehemaligen Kasernengelände in Krefeld-Forstwald eine Notunterkunft des Landes NRW errichtet wurde, suchte der Flüchtlingsrat Krefeld nach einem externen Treffpunkt für die Bewohnenden. Seit Februar 2025 findet das „Café Sarah" mittwochs im Pfarrheim der katholischen Gemeinde Maria Waldrast statt, das fußläufig von der Unterkunft erreichbar ist.
Rund 25 Personen kommen regelmäßig. Bei Tee, Kaffee und Snacks gibt es die Möglichkeit zum Austausch. Kinder können malen, puzzlen und spielen. Außerdem wird ein niedrigschwelliger Deutschkurs für Kleingruppen angeboten und ein Vokabelkasten für den Grundwortschatz entwickelt, der auch beim wöchentlichen Treffen genutzt werden kann.
Zudem versuchen die Ehrenamtlichen bei praktischen Anliegen, wie der Eröffnung eines Girokontos, Fragen zur Arbeitserlaubnis und dem Kontakt zur ZAB, zu unterstützen. Die Hürden auf dem Weg in den Arbeitsmarkt sind hoch. Um die Wartezeit zu überbrücken, wird bei Interesse ehrenamtliche Mitarbeit etwa bei Emmaus, der Tafel oder der Caritas Tagespflege vermittelt. Einige Bewohnende bringen sich auch bei Veranstaltungen und Aktionen des Flüchtlingsrats ein.
Da die Unterkunft abgelegen liegt, leistet die Vermittlung gespendeter Fahrräder einen wichtigen Beitrag zur Mobilität. Reparaturkosten werden durch Spenden gedeckt.
Trotz der hohen Fluktuation entstehen im Café Sarah persönliche Kontakte und Freundschaften. Der Treff bietet Unterstützung in einer schwierigen Lebenssituation.
In vielen Kommunen gibt es bereits Begegnungsorte wie das „Café Sarah". Oft erfahren die Bewohnerinnen von Landesunterkünften jedoch nichts von diesen Angeboten und/oder haben nicht die Möglichkeit, diese zu erreichen. Wenn auch Sie sich in einem Begegnungsort für Anwohnerinnen und Flüchtlinge engagieren und eine Landesunterkunft im gleichen Ort liegt, denken Sie die Bewohnerinnen mit und ermöglichen Sie Zugänge!
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Bildquelle: Flüchtlingsrat Krefeld

