| Besonders Schutzbedürftige, Asylverfahren Aktualisierte Fassung des BAMF-Identifizierungskonzepts vulnerabler Personen im Asylverfahren

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat eine aktualisierte und überarbeitete Fassung des Bundesamtskonzept „Die Identifizierung vulnerabler Personen im Asylverfahren" (kurz: Identifizierungskonzept) vorgelegt. Im Zuge der Neuveröffentlichung verweist das BAMF auf die folgenden wesentlichen Neuerungen:

"Das Bundesamtskonzept bildet die Identifizierung von bzw. den Umgang mit potentiell vulnerablen Personen und die Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse im gesamten Asylverfahren ab. Einbezogen sind jeweils auch die unionsrechtlichen Vorgaben nach der Aufnahmerichtlinie und nach der Verfahrensrichtlinie.

Dabei erfolgt eine Differenzierung anhand der föderalen Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern. Das heißt auch die Vorgehensweise der Länder ist einbezogen, weil diese den Erstkontakt zu den Schutzsuchenden haben und aufgrund ihres Identifizierungsauftrages für das Bundesamt ein wichtiger Hinweisgeber sind.


Wesentliche Neuerungen im Zuge der Aktualisierung:

- Detailliert eingegangen wird auf den gebotenen besonders sensibler Umgang mit potentiell vulnerablen Antragstellenden insbesondere in der Anhörung.

- Für die Fallarbeit vor allem der Sonderbeauftragten des Bundesamtes bilden sog. „Arbeitshilfen" ein Element, um besondere Schutzbedarfe zu erkennen und die festgelegten Verfahrensgarantien zu gewährleisten. Diese beinhalten sowohl allgemeine Hinweise zur Identifizierung von potentiellen Vulnerabilitäten als auch funktionsspezifisch für die Sonderbeauftragen für unbegleitete Minderjährige, geschlechtsspezifisch Verfolgte, Folteropfer und traumatisierte Asylbewerber sowie Opfer von Menschenhandel.

- Umgesetzt wurde das im Rahmen einer Bund-Länder-Abfrage (2020)nkommunizierte Anliegen auf Vereinheitlichung der Meldung von Vulnerabilitäten. Das Bundesamt hat zwei Meldebögen zur Steuerung der Datenübermittlung durch die Länder an das Bundesamt (§ 8 Abs. 1b AsylG) sowie durch das Bundesamt an die Länder (§ 8 Abs. 3 AsylG) entwickelt. Der Meldebogen nach § 8 Abs. 1b AsylG wird hiermit übermittelt. Parallel ist eine Veröffentlichung auf der Homepage des Bundesamtes vorgesehen."

Das neue Identifizierungskonzept steht hier zum Download bereit. Der zugehörige Meldebogen kann hier heruntergeladen werden.

Zurück zu "Asylverfahren"

Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchte einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt Argumentationshilfen zur Entkräftung von Vorurteilen bereit. Neben dem Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Juli 2021) haben wir zusätzlich eine ausführlichere Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand September 2022) erstellt.

Die Argumentationshilfen finden Sie hier.

Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ aktualisiert (Stand Dezember 2021).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juli 2022, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

Mehr dazu

Flüchtlingsunterkünfte in NRW

Der Flüchtlingsrat NRW veröffentlichte seine Broschüre mit den Ergebnissen der Fragebogenerhebung aus dem Frühjahr 2021 zur Lebenssituation in den kommunalen Flüchtlingsunterkünften Nordrhein-Westfalens (Stand: März 2022).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Gefördert u.a. durch: