| Abschiebungshaft Abgelehnte Asylbewerber: 30 Jahre Abschiebegefängnis Büren

Nach einem Bericht  des WDR sollen in der größten deutschen Abschiebehaftanstalt in Büren abgelehnte Asylbewerber zukünftig noch schneller abgeschoben werden.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Einrichtung rund 1.400 Zugänge, ähnlich wie in den Vorjahren.
Die Kapazität der Haftanstalt für Ausreisepflichtige beträgt 175 Plätze, aktuell sind jedoch nur 65 belegt.
Die Insassen stammen aus 68 verschiedenen Ländern und verbleiben im Durchschnitt 19 Tage in den kleinen, haftähnlichen Zellen.

Trotz der beengten Verhältnisse haben die Inhaftierten Zugang zu verschiedenen Angeboten wie Billard, eingeschränktem Internetzugang, Fitnessraum und einer Holzwerkstatt, um ihre Zeit zu nutzen. Dennoch berichtet der Leiter der Einrichtung, Wilfried Laufer, von Frust, Bedrohungen, Beschimpfungen, und Selbstverletzungen seitens der Insassen. Diese Spannungen bestehen seit den Anfängen vor 30 Jahren, als Flüchtlinge bis zu 18 Monate inhaftiert waren. In der Vergangenheit kam es sogar zu einer Revolte, bei der abgelehnte Asylbewerber Mobiliar in Brand setzten. Seit etwa zehn Jahren gilt die Einrichtung rechtlich nicht mehr als Strafanstalt, sondern als "Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige". Dennoch gibt es weiterhin Kritik, vor allem bezüglich der Anwendung von Isolationshaft und den psychologischen und gesundheitlichen Belastungen der Insassen. Ein Hilfsverein unterstützt die Inhaftierten und fordert eine verstärkte Förderung der freiwilligen Ausreise anstelle der teuren Abschiebehaft. Trotz der vorhandenen medizinischen und psychologischen Unterstützung sowie klarer gesetzlicher Vorgaben bleibt die grundlegende Ablehnung gegenüber der Abschiebehaft bestehen.

Den kompletten Bericht finden Sie hier

Hilfsorganisation "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren"

 

 

 

 

 

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Nein zur Bezahlkarte: Ratsbeschlüsse aus nordrhein-westfälischen Kommunen

In dieser regelmäßig aktualisierten Übersicht dokumentiert der Flüchtlingsrat NRW, welche Kommunen sich bisher gegen die Einführung einer Bezahlkarte für Schutzsuchende entschieden haben.

Die Übersicht finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen - Neuer Flyer und Arbeitsshilfe

Als Flüchtlingsrat NRW fördern wir die Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit über die Situation von Flüchtlingen und setzen uns aktiv gegen menschenverachtende Ideologien ein, um Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen entgegenzuwirken.

Den Flyer können Sie hier runterladen.

Den Flyer können Sie seit dem 06.01.2026 gegen die Übernahme der Portokosten auch kostenlos bei uns bestellen. 

Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ aktualisiert (Stand September 2025).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingsbezogene Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand November 2025, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von flüchtlingsbezogenen Projekten und Veranstaltungen, insbesondere zu flüchtlingspolitischen Themen, angefragt werden können.

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Forum Landesunterbringung

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