| Publikationen Aktuelle Länderbericht Italien (Oktober 2021)

Der aktuelle MIDEM-Länderbericht zu Italien gibt einen Überblick über die Entwicklung der italienischen Migrations- und Flüchtlingspolitik und beschreibt die zentralen Spannungsfelder.

Aus der Einleitung:

''Wie in anderen Ländern Europas setzte die ‚Flüchtlingskrise‘ auch in Italien das Thema ‚Einwanderung und Flucht‘ auf die gesellschaftliche und politische Tagesordnung. Sie begünstigte den sprunghaften Anstieg der Salienz des Themenkomplexes und trug zur Verstärkung der einwanderungsbezogenen Sorgen in der Bevölkerung bei. Auch bei den Parteien und Regierungen stand das Thema immer häufiger auf der politischen Agenda. Der Diskurs beschränkt sich dabei nicht auf die Einwanderung. Laut einer Umfrage ist 2020 ein großer Teil der italienischen Bevölkerung der Ansicht, dass die Auswanderung ein größeres Problem darstellt als die Einwanderung (Krastev et al. 2019). Tatsächlich wirkt sich Auswanderung demografisch negativ auf das Land aus und verursacht einen Verlust an hochqualifizierten Arbeitskräften (‚Brain Drain‘).

2021 ist Migration nach wie vor eines der meistdiskutierten Themen in der Gesellschaft und Politik Italiens. Gründe dafür sind die seit 2020 wieder steigende Zahl von Geflüchteten und Asylsuchenden, die das Land über die Mittelmeerroute erreichen, sowie die Instrumentalisierung des Themas durch rechtspopulistische Parteien. Um die Stimmungslage in Italien besser verstehen zu können, stellen sich verschiedene Fragen: Welche Rolle spielt Migration in der jüngeren Geschichte und in der Gegenwart Italiens? Inwiefern sind die italienische Gesellschaft und Politik beim Thema Migration gespalten? In welchem Zusammenhang stehen Ein- und Auswanderung und wie werden diese Themen von der Öffentlichkeit wahrgenommen? Und last but not least: Welche Rolle spielen dabei die Medien? Der vorliegende Länderbericht geht diesen Fragen nach, analysiert zunächst die Daten- und Faktenlage und rückt dabei auch die Bedeutung der Parteien für den politischen Diskurs in den Blickpunkt. Abschließend wird die Frage thematisiert, welche Auswirkungen speziell die Corona-Pandemie auf die Migration sowie den Umgang mit Zu- und Auswanderern in Italien hat.''

 

Der Länderbericht steht hier zum Download bereit.

 

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchte einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt Argumentationshilfen zur Entkräftung von Vorurteilen bereit. Neben dem Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Juli 2021) haben wir zusätzlich eine ausführlichere Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand März 2022) erstellt.

Die Argumentationshilfen finden Sie hier.

Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ aktualisiert (Stand Dezember 2021).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juli 2022, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

Mehr dazu

Flüchtlingsunterkünfte in NRW

Der Flüchtlingsrat NRW veröffentlichte seine Broschüre mit den Ergebnissen der Fragebogenerhebung aus dem Frühjahr 2021 zur Lebenssituation in den kommunalen Flüchtlingsunterkünften Nordrhein-Westfalens (Stand: März 2022).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

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