| Aktuell, Aufenthalt, Syrien Policy Brief: Flüchtlinge als Neubürgerinnen und Neubürger. Das Potenzial der nächsten Jahre

29 Juni 2022: Der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) hat einen Policy-Brief zur Entwicklung der Einbürgerungen veröffentlicht.

2021 ist die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland erheblich angestiegen – um etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass vermehrt Menschen den deutschen Pass beantragen, die innerhalb der letzten Jahre als Flüchtlinge gekommen sind. Viele von ihnen erfüllen die Voraussetzungen für eine Einbürgerung: Sie leben seit mindestens sechs Jahren rechtmäßig in Deutschland, sind strafrechtlich unbescholten und haben zentrale Integrationsschritte vollzogen. Bundesweit erhielten 2021 rund 19.100 syrische Staatsangehörige ihre Einbürgerungsurkunden – fast dreimal so viele wie im Vorjahr (6.700) und rund fünfmal so viele wie 2019 (3.860). Dieses Einbürgerungsgeschehen wird sich auch weiterhin dynamisch entwickeln.

Der wissenschaftliche Stab des SVR hat verschiedene Projektionen des Einbürgerungsaufkommens unter Syrerinnen und Syrern für die nächsten Jahre berechnet. Demnach sind selbst bei vorsichtigen Annahmen insbesondere bis 2024 erhebliche Steigerungsraten zu erwarten – vorausgesetzt, die Behörden können entsprechend hohe Antragszahlen ohne massive Verzögerungen bewältigen. Dafür müssen sie so schnell wie möglich ertüchtigt werden, denn vielerorts sind die Wartezeiten für potenzielle Neubürgerinnen und Neubürger bereits zu lang. Gleichzeitig haben sich die Bundesregierung sowie zahlreiche Landesregierungen zu dem Ziel bekannt, den Zugang zur Staatsangehörigkeit zu erleichtern und in Kampagnen aktiv für die Einbürgerung zu werben. Der Policy Brief des wissenschaftlichen Stabs formuliert Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung, damit die Einbürgerungsbehörden dem steigenden Interesse gerecht werden und die mit einem drohenden ‚Antragsstau' verbundenen Enttäuschungen vermieden werden können.

Die Publikation können Sie hier herunterladen.

Ein Videostatement des Co-Autors Dr. Jan Schneider können Sie sich ansehen, wenn Sie diesem Link zur Videoplattform YouTube folgen.

 

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchte einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt Argumentationshilfen zur Entkräftung von Vorurteilen bereit. Neben dem Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Juli 2021) haben wir zusätzlich eine ausführlichere Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand März 2022) erstellt.

Die Argumentationshilfen finden Sie hier.

Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ aktualisiert (Stand Dezember 2021).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juli 2022, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

Mehr dazu

Flüchtlingsunterkünfte in NRW

Der Flüchtlingsrat NRW veröffentlichte seine Broschüre mit den Ergebnissen der Fragebogenerhebung aus dem Frühjahr 2021 zur Lebenssituation in den kommunalen Flüchtlingsunterkünften Nordrhein-Westfalens (Stand: März 2022).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

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