Teilen:

| Pressemitteilungen, Unsicheres Afghanistan Erneuter Abschiebungsflug ins Risikogebiet Afghanistan

Pressemitteilung von PRO ASYL vom 13. November 2018:

PRO ASYL kritisiert Ignoranz der Abschiebungspraxis

Obwohl sich die Situation in Afghanistan laufend verschlechtert, schickt die Bundesregierung am heutigen Dienstag vom Flughafen Halle/Leipzig aus zum 18. Mal Menschen zurück in Lebensgefahr. PRO ASYL kritisiert den erneuten Abschiebungsflug als konsequente Weigerung der Verantwortlichen, die Realität in Afghanistan zur Kenntnis zu nehmen.

Afghanistan hat blutige Parlamentswahlen hinter sich. Im ganzen Land  wurden 56 Menschen bei Anschlägen der Taliban getötet und 379 Zivilisten verletzt. Der schwerste Anschlag ereignete sich vor einer Wahlstation im Norden Kabuls, wo ein Selbstmordattentäter mindestens 15 Menschen mit in den Tod riss. Die radikalislamischen Taliban setzen die afghanischen Sicherheitskräfte immer stärker unter Druck. Nach den Wahlen überfielen die Islamisten eine Basis von Grenzsicherungskräften in der westafghanischen Provinz Farah und töteten 25 Grenzsoldaten. Erst gestern berichteten Medien über Gefechte in mehreren Provinzen, bei denen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen sind.  Laut SIGAR-Bericht hat die afghanische Regierung überhaupt nur noch 55 Prozent der Gebiete unter Kontrolle. Vor allem in den umkämpften Gebieten finden täglich »violent events« statt, insgesamt sind es in Afghanistan 62 pro Tag. Die Zahl der »civilian casualities« ist zwar rückläufig, aber die Vorfälle  sind häufiger tödlich. In Kabul ereignen sich fast täglich Attentate. Den UNHCR Eligibility Guidelines vom 30. August 2018 zufolge kommt Kabul generell als Schutzort für Betroffene nicht mehr in Betracht. Trotzdem schiebt Deutschland weiter in die Hauptstadt Afghanistans ab. Wo Berichte die zunehmende Unsicherheit im ganzen Land deutlich machen, sehen deutsche Politiker und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge immer noch interne Fluchtalternativen.

Zurück zur Startseite

Ehrenamtspreis 2018

Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW geht an Initiative aus Bedburg-Hau

Das Video der Initiative aus Bedburg-Hau finden Sie hier, sowie hier die Pressemitteilung von der Verleihung.

#NichtMeineLager

PRO ASYL und die landesweiten Flüchtlingsräte warnen vor Ausgrenzung und Isolation von Geflüchteten in Lagern, AnkER-Zentren und anderen Orten der Stigmatisierung und Entwürdigung.

Zum Tag des Flüchtlings 2018 startete deswegen die Kampagne #NichtMeineLager.
Die Broschüre zu der Kampagne finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!"  kann zum Jahresbeginn 2019 unter initiativen.at.frnrw.de bestellt werden.
Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

[weiterlesen]

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2018, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

Folgen Sie dem Flüchtlingsrat

auf facebook und twitter
oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed


Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

© Flüchtlingsrat NRW 2018