| Unsicheres Afghanistan Afghanistan ist und bleibt Kriegsgebiet

Trotz der anhaltenden prekären Sicherheitslage werden jeden Monat afghanische Schutzsuchende aus Deutschland nach Kabul abgeschoben; der letzte Abschiebeflieger mit 44 Personen an Bord landete, laut Tagesschau.de vom 09.10.19, am selben Tag in Afghanistan.In den Medien wird in regelmäßigen Abständen über Anschläge und Kampfhandlungen seitens der Taliban und der afghanischen Regierung mit hohen zivilen Opferzahlen berichtet. Erst am 23.09.19 berichtete Tagesschau.de über mindestens 35 zivile Opfer einer Hochzeitsgesellschaft, die in der Provinz Helmand bei Luftangriffen der afghanischen Armee gegen die Taliban umgekommen seien. Wie Spiegel Online am 02.10.19 berichtete, fordert nach Anschlägen auf Büros und Unterkünfte deutscher Polizistinnen im sogenannten „Green Village“ Komplex in Kabul mittlerweile auch die deutsche Polizeigewerkschaft eine Einstellung der Ausbildungsmission in Afghanistan aufgrund einer zu volatilen Sicherheitslage. PRO ASYL berichtete in einer Pressemitteilung vom 10.09.19, unter Berufung auf Zahlen des US-Senates, dass es allein im Zeitraum März bis Mai 2019 zu über 6.400 sogenannten „enemy-initiated-attacks“ gekommen sei. Laut Quartalsbericht der United Nations Assistance Mission (UNAMA) vom 17.10.19 sind im Zeitraum Januar bis Ende September 2019 insgesamt 8.239 Zivilistinnen getötet oder verletzt worden. Insbesondere die Zahlen des letzten Quartals würden eine Verschlechterung der Sicherheitslage erkennen lassen: „From 1 July to 30 September 2019, UNAMA documented the highest number of civilian casualties that it has recorded in a single quarter since it began systematic documentation in 2009“.

Tagesschau.de – Statt Perspektiven droht Gewalt (09.10.2019)

Tagesschau.de – Zahlreiche Zivilisten bei Angriff getötet (23.09.2019)

Spiegel Online – Polizeigewerkschaft fordert Stopp der Afghanistan-Mission (02.10.2019)

PRO ASYL – Afghanistan: Kein Frieden in Sicht (10.09.2019)

UNAMA -Quarterly Report on the Protection of Civilians in Armed Conflict: 1 January to 30 September 2019 (17.10.2019)

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand April 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


100 Jahre unschuldig in Haft!

„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

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Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

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