Unsicheres Afghanistan

Die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan für das Jahr 2019 zeigt - trotz leich positivem Trend - die Kontinuität der Bedrohung auf, die bereits im Jahr 2018 und davor deutlich war. Die Gesamtzahl der zivilen Opfer in 2019 betrug 10.392, 3.403 getötete Zivilist*innen und 6.989 Verletzte.
Seit 2013 sind dies die niedrigsten Zahlen ziviler Opfer in Konflikten in Afghanistan. Der Rückgang lässt sich überwiegend auf den Rückzug des Islamischen Staates in der Region zurückführen. Die Zahl ziviler Opfer durch die Taliban und internationale Streitkräfte stieg hingegen - vor allem in der ersten Jahreshälfte wurden in Folge von Luftsangriffen tausende Zivilist*innen getötet (UNAMA/ Afghanistan).

BBC-Recherchen zufolge "lebt die Hälfte der Bevölkerung in Gegenden, die entweder von den Taliban kontrolliert werden oder in denen die Taliban offen präsent sind und regelmäßig Angriffe verüben" (BBC). Im weltweiten Risikoindex gehört Afghanistan seit drei Jahren ununterbrochen zu denjenigen fünf Ländern, die die höchsten menschlichen Krisen und Zerwürfnisse aufweisen (INFORM index for risk management). Und auch die Vereinten Nationen stufen, dem Guardian zufolge, Afghanistan wieder als Land in "aktivem Konflikt" ein. Dies bestätigt auch ein aktuelles Gutachten von Friederike Stahlmann: "Die Gefahr, allein aufgrund der Anwesenheit in Afghanistan einen ernsthaften Schaden hinsichtlich des Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit zu erleiden, besteht im gesamten Staatsgebiet" (Gutachten Afghanistan).

Laut Bundestagsdrucksache 19/632 vom 05.02.2018 hält sogar die Bundesregierung die Sicherheitslage in Afghanistan für „weiterhin volatil“ und von „starken regionalen Unterschieden“ geprägt, also für unsicher.

Und trotz dieser alarmierenden Kenntnisse ist die bereinigte Schutzquote im Asylverfahren für Afghan*innen von 77,6 % (2015) auf 62,3% (2019) gesunken (BAMF), obwohl Expert*innen im weiteren Verlauf des Jahres mit weiteren Verschlechterungen der Sicherheitslage in Afghanistan rechnen (ZDF).
Nicht einmal vor Abschiebungen macht die Bundesregierung halt. Abschiebungen nach Afghanistan werden weiterhin „konsequent umgesetzt“. Seit Ende 2016 fanden bisher insgesamt 32. Sammelabschiebungen nach Afghanistan statt, welche bislang mehrere hundert Afghan*innen betrafen.

Weitere Hintergrundinformationen zum Herkunftsland Afghanistan finden Sie bei PRO ASYL

Rechtssprechung mit Bezug auf Afghanistan finden Sie gebündelt beim Informationsverbund Asyl & Migration.



EU-Flüchtlingspolitik Publikation Das Meer zwischen uns. Flucht und Migration in Zeiten der Abschottung

Das Buch „Das Meer zwischen uns. Flucht und Migration in Zeiten der Abschottung" von Gabriele del Grande ist im September 2011 erschienen. Herausgegeben wurde es von borderline-europe e.V. und dem Förderverein PRO ASYL e.V., für die deutsche Übersetzung verantwortlich ist Judith Gleitze.

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Alte Bleiberechtsregelungen Roma , Appell Appell: Bleiberecht für Roma

Appell und Hinweis auf die Unterschriftenaktion des Roma-Centers Göttingen im September 2011:
Das Roma-Center Göttingen fordert: alle bleiben!

Roma Diskriminierung muss jetzt aufhören!
Abschiebungen von Roma und anderen Minderheiten in den Kosovo müssen gestoppt werden
freien Zugang zum...

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Bleiberecht für Jugendliche und Heranwachsende Erlass , Bleiberecht Aufenthaltsrecht nach § 25a AufenthG

IM Brandenburg, 01.09.2011: Erlass des Ministerium des Innern des Landes Brandenburg vom 1. September 2011 zum Aufenthaltsrecht, zur Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen an gut integrierte Jugendliche und Heranwachsende sowie an deren Eltern und minderjährige Geschwister nach § 25a AufenthG

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Erlasse Erlass , Sicherheitsbefragung Sicherheitserlass

MIK NRW, 02.09.2011: Anbei erhalten Sie den Sicherheitserlass des MIK NRW vom 02.09.2011 sowie den Fragebogen zum Sicherheitserlass.

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Kosovo UNICEF , Roma , Kinder und Jugendliche , Kosovo , Bericht Kosovo: Abgeschoben und vergessen

Anbei ein UNICEF Bericht mit dem Thema: „Abgeschoben und vergessen: Zur Situation von Kindern aus Roma-, Ashkali- und Ägypter-Familien nach ihrer Rückführung in den Kosovo“ vom August 2011.

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Dezember 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


Neue Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ veröffentlicht (Stand Januar 2020).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2020, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

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