| Pressemitteilungen, LSBTIQ, Wissenswertes European Union Agency for Fundamental Rights (FRA) veröffentlicht Bericht über die EU-LGBTI-II-Umfrage 2019

Kürzlich hat die EU Fundamental Rights Agency die Ergebnisse der neuen LGBTI-Studie veröffentlicht. Fast 140.000 LGBTI-Personen aus 28 Ländern nahmen daran teil. Damit war die Studie die bislang größte Umfrage dieser Art. Zum ersten Mal wurden spezifische Fragen zur Erfahrung intersexueller Menschen aufgenommen.

„Mit über 1500 intersexuellen Personen, die an der Umfrage teilnehmen, ist dies der bislang größte Datensatz. Zum ersten Mal verfügen wir über statistische Daten zu den Erfahrungen mit Diskriminierung und Missbrauch, denen intersexuelle Menschen in den Bereichen Bildung, Wohnen, Arbeitsplatz, Familie und anderen Lebensbereichen ausgesetzt sind “, sagt Dan Christian Ghattas, Executive Director von OII Europe, und fährt fort: „Die Zahlen sind alarmierend. Es ist höchste Zeit, dass die EU-Mitgliedstaaten der Aufforderung der Entschließung des EU-Parlaments von 2019 folgen, intersexuelle Menschen vor nicht zustimmenden chirurgischen Behandlungen und allen Formen der Diskriminierung zu schützen. “

Dem Bericht zufolge hat mehr als die Hälfte der intersexuellen Befragten (62%), die einer Operation unterzogen wurden, vor ihrer ersten chirurgischen Behandlung keine Einwilligung ihrer eigenen Person oder ihrer Eltern zur Änderung ihrer Geschlechtsmerkmale erteilt und wurden nicht darum gebeten. Fast die Hälfte der intersexuellen Befragten (49%) gab an, dass keine vollständig informierte Einwilligung für eine hormonelle Behandlung oder eine andere Art der medizinischen Behandlung erteilt wurde.

Mehr als jeder dritte Intersexuelle (34%) war der Ansicht, dass Diskriminierung aufgrund seiner Geschlechtsmerkmale eine wichtige und regelmäßige Alltagserfahrung in seinem Land darstellt, gefolgt von Mobbing und / oder Gewalt (33%) Diese Intersexualität wird als pathologisch oder als Krankheit angesehen (29%).

„Obwohl wir aufgrund unseres Community-Wissens bereits wussten, wie düster die Lebenssituation für intersexuelle Menschen in ganz Europa ist“, erklärt Kitty Anderson, Co-Vorsitzende von OII Europe, „haben wir jetzt statistische Beweise, um zu belegen, als was zuvor diffamiert wurde anekdotische Beweise. "


„Diese Erkenntnisse werden in den nächsten Jahren eine wertvolle Ressource für unsere Arbeit sein“, fügt Miriam van der Have, Co-Vorsitzende von OII Europe, hinzu. „Sie werden uns Einblicke in die intersektionalen Formen von Diskriminierung und intersexuellen Menschenrechtsverletzungen geben Menschen in der EU konfrontiert. Und wir brauchen Rechtsschutz. Die Eurobarometer-Ergebnisse von 2019 haben gezeigt, dass mit spezifischen Gesetzen und Gesetzen zum Schutz von LGBTI-Personen vor Diskriminierung und Missbrauch auch die Akzeptanz- und Toleranzraten steigen. “


Hier finden Sie die Pressemitteilung im Original.

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt Argumentationshilfen zur Entkräftung von Vorurteilen bereit. Neben dem Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Dezember 2019) haben wir zusätzlich eine ausführlichere Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand Juli 2020) erstellt.

Die Argumentationshilfen finden Sie hier.

Neue Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ veröffentlicht (Stand Januar 2020).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2020, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

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