| LSBTIQ, Materialien, Wissenswertes Infografiken zur Art der Menschenrechtsverletzungen von intergeschlechtlichen Personen

OII Europe(Organisation Intersex International Europe), der Dachverband der europä­ischen menschenrechtsbasierten Organisati­onen intergeschlechtlicher Menschen hat Infografiken zu einigen Problemen erstellt, mit denen Intersexuelle in Europa konfrontiert sind.

Die in diesen Infografiken angezeigten Daten basieren auf dem am 14. Mai 2020 veröffentlichten Umfragebericht der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) EU-LGBTI II (2019) „Ein langer Weg zur LGBTI-Gleichstellung“.


• Den Link zur ersten Infografik "Intersexuelle Menschen müssen ohne volle Zustimmung medizinische Eingriffe vornehmen!" finden Sie hier. Der in der Infografik enthaltene Text folgt hier:

62% der Befragten, die intersexuell befragt wurden und angaben, operiert worden zu sein, gaben an, dass sie vor ihrem ersten chirurgischen Eingriff zur Änderung ihrer Geschlechtsmerkmale nicht die vollständige Einwilligung ihrer eigenen Person oder ihrer Eltern erteilt hatten und nicht darum gebeten wurden.

49% Fast die Hälfte dieser intersexuellen Befragten gibt an, dass keine vollständig informierte Einwilligung für eine hormonelle Behandlung oder eine andere Art der medizinischen Behandlung erteilt wurde.

Medizinische Eingriffe ohne persönliche, vorherige, beharrliche und vollständig informierte Einwilligung stellen eine Verletzung der körperlichen Unversehrtheit und Selbstbestimmung sowie der Menschenrechte dar.




• Den Link zur Infografik "Intersexuelle Menschen sind mehreren Formen der Diskriminierung ausgesetzt" finden Sie hier. Der in der Infografik enthaltene Text folgt hier:

62% Fast zwei Drittel der intersexuellen Befragten fühlten sich in mindestens einem Lebensbereich diskriminiert, weil sie in den 12 Monaten vor der Umfrage intersexuell waren.

     36% in der Schule, Universität
     35% im Gesundheitswesen oder im Sozialwesen
     33% In einer Bar, einem Restaurant, einem Café oder einem Nachtclub
     32% bei der Arbeit
     28% in Geschäften
     27% auf Arbeitssuche
     25% Ausweisdokumente anzeigen
     20% im Wohnungsbau


Diskriminierung in anderen Lebensbereichen als der Arbeit: Die Raten unter LGBTI-Personen sind bei Trans- (55%) und Intersexuellen (59%) am höchsten.




• Den Link zur Infografik "Intersexuelle Menschen in Europa sind körperlicher Gewalt und Belästigung ausgesetzt" finden Sie hier. und hier. Der in der Infografik enthaltene Text folgt hier:


22% der intersexuellen Befragten erlebten in den fünf Jahren vor der Umfrage einen physischen und / oder sexuellen Angriff, weil sie LGBTI waren und am stärksten von LGBTI-Personen betroffen waren.

38% der intersexuellen Menschen waren in den letzten 12 Monaten vor der Umfrage mindestens einmal gewalttätigen persönlichen Bedrohungen ausgesetzt, da sie LGBTI waren, und 27% sogar sechsmal oder öfter.


28% der intersexuellen Menschen haben in den letzten 12 Monaten vor der Umfrage sechs oder mehr Mal beleidigende oder bedrohliche E-Mails oder Textnachrichten (SMS) erhalten, weil sie LGBTI waren. Sogar 39% der 15- bis 17-Jährigen! Und 27% der Intersexuellen haben dies mindestens einmal erlebt.


Unter allen LGBTI-Befragten waren Transsexuelle (48%) und Intersexuelle (42%) im Jahr vor der Umfrage am häufigsten belästigt worden, weil sie LGBTI waren.
In der gesamten EU geben intersexuelle Befragte die höchste Rate (41%) an, bestimmte Orte häufig oder immer zu meiden.



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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt Argumentationshilfen zur Entkräftung von Vorurteilen bereit. Neben dem Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Dezember 2019) haben wir zusätzlich eine ausführlichere Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand Juli 2020) erstellt.

Die Argumentationshilfen finden Sie hier.

Neue Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ veröffentlicht (Stand Januar 2020).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand September 2020, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

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