| Unsicheres Afghanistan, Afghanistan Elfte Sammelabschiebung nach Afghanistan

Am Montag, dem 26. März 2018, fand die elfte Sammelabschiebung nach Kabul statt. Das Bundesministerium des Innern teilte bei Twitter mit, dass insgesamt zehn männliche afghanische Staatsangehörige zurückgeführt worden seien. Davon seien sieben Straftäter und drei „sogenannte Identitätstäuscher (Mitwirkungsverweigerer)“ gewesen. Fünf Bundesländer waren beteiligt: Aus Baden-Württemberg und Hamburg kamen jeweils zwei Betroffene, aus Bayern vier und aus Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern jeweils einer. Die Sammelabschiebung wurde vom Flughafen Leipzig-Halle aus durchgeführt und von Protesten begleitet. In Köln demonstrierten über 100 Menschen gegen die „zynische Abschiebepolitik in das von Terror und Krieg erschütterte Land“. Im Vorfeld der elften Sammelabschiebung wiesen verschiedene Flüchtlingsorganisationen auf die schlechte Sicherheitslage in Afghanistan hin. So berichtetet die österreichische Zeitung „Der Standard.at“ am 15.03.2018, dass das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) neue Richtlinien zur Feststellung des internationalen Schutzbedarfs afghanischer Asylsuchender vorbereite. Die aktuelle Richtlinie vom 16.04.2016 müsse überarbeitet werden, weil sich die Sicherheitslage in Afghanistan immer weiter verschlechtere, erklärte die Sprecherin des UNHCR Österreich, Ruth Schöffl. Von einer Verschlechterung der Sicherheitslage berichtete auch das Bundeswehr-Journal in einem Beitrag vom 18.03.2018. Die Taliban würden in vielen Gebieten Afghanistans an Einfluss gewinnen. Lediglich 64% der Bevölkerung stünden unter dem Schutz der afghanischen Regierung. Das gehe aus einer Übersicht des Generalinspekteurs des US-Senats für den Wiederaufbau in Afghanistan (Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction, SIGAR) vom 30.01.2018 hervor. 12% der Afghaninnen stünden unter der Kontrolle oder dem Einfluss der Taliban und anderer Gruppierungen und 24% lebten in Gegenden, die umkämpft seien.


@BMI: Twitter-Nachricht vom 27.03.2018

Kundgebung von „Köln gegen Rechts“ und „AG Bleiben“ gegen die Sammelabschiebung nach Afghanistan

Der Standard.at: Afghanistan-Abschiebungen stehen vor neuen Hürden (15.03.2018)

Bundeswehr-Journal: Einfluss und Kontrolle der Taliban in Afghanistan nehmen zu (18.03.2018)

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand April 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


100 Jahre unschuldig in Haft!

„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
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