| Familienzusammenführung Unzumutbare Anforderungen verhindern Familiennachzug zu Flüchtlingen aus Eritrea

Artikel von PRO ASYL mit Hintergrundinformationen zum Familiennachzug für Flüchtlinge aus Eritrea:


Anerkannte Flüchtlinge genießen Schutz vor dem sie verfolgenden Staat. Das bedeutet auch, dass Kontakt zur Regierung des Herkunftslandes für sie nicht zumutbar ist. Anerkannte Flüchtlinge aus Eritrea werden im Rahmen des Familiennachzugs jedoch dazu gedrängt, die eritreische Botschaft aufzusuchen.

Während es in der jüngsten Zeit kein anderes Thema zu geben schien als den Familiennachzug zu einer bestimmten Schutzgruppe, nämlich den subsidiär Schutzberechtigten, stand zumindest eins immer fest: Anerkannte Flüchtlinge haben ein Recht auf Familiennachzug der engsten Familie. Das wurde auch vom Gesetzgeber nie in Frage gestellt. Doch die Praxis sieht anders aus. Insbesondere eritreische Flüchtlinge stehen in diesem Verfahren vor hohen Hürden, die den Nachzug der Ehegatten und Kinder erschweren, jahrelang in die Länge ziehen und in vielen Fällen am Ende sogar unmöglich machen.


Beantragung aus Botschaften in Nachbarländern

Weil ein Familiennachzug von Eritrea über die dortige deutsche Botschaft kaum möglich ist, müssen die Familienangehörigen meist zunächst in die Nachbarländer Äthiopien oder Sudan fliehen. Neben dem seit langem bekannten Problem der Terminbuchung bei der deutschen Botschaft, der erforderlich ist, um überhaupt einen Antrag auf Familiennachzug stellen zu können, haben erhöhte Anforderungen an die vorzulegenden Dokumente in der letzten Zeit zu neuen Schwierigkeiten geführt. Insbesondere, dass von Ehegatten seit Herbst 2016 eine Registrierung der Ehe gefordert wird, stellt diese vor große Probleme. Immer wieder erreichen die Beratung von PRO ASYL hilfesuchende Anfragen mit ähnlichen Schilderungen der Probleme.


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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchte einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt Argumentationshilfen zur Entkräftung von Vorurteilen bereit. Neben dem Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Juli 2021) haben wir zusätzlich eine ausführlichere Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand März 2022) erstellt.

Die Argumentationshilfen finden Sie hier.

Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ aktualisiert (Stand Dezember 2021).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juli 2022, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

Mehr dazu

Flüchtlingsunterkünfte in NRW

Der Flüchtlingsrat NRW veröffentlichte seine Broschüre mit den Ergebnissen der Fragebogenerhebung aus dem Frühjahr 2021 zur Lebenssituation in den kommunalen Flüchtlingsunterkünften Nordrhein-Westfalens (Stand: März 2022).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

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