| Statistik Asyl in der EU 2012

Die EU hat Asylbewerberzahlen innerhalb der EU für das Jahr 2012 veröffentlicht in der Pressemitteilung der EU vom 22. März 2013: Die Anzahl der registrierten Asylbewerber in der EU27 stieg auf über 330 000 im Jahr 2012.

Im Jahr 2012 wurden in der EU27 332 000 Asylbewerber1 registriert. Es wird geschätzt, dass ungefähr 90% dieser Bewerber neue Asylbewerber und rund 10% wiederholte Bewerber2 waren. Im Jahr 2011 wurden
302 000 Asylbewerber registriert.

Während im Jahr 2012 weiterhin die meisten Bewerber Staatsangehörige3 aus Afghanistan (8% aller Bewerber) waren, folgten an zweiter Stelle Staatsangehörige aus Syrien (7%), vor Russland (7%), Pakistan (6%) und Serbien (6%).

Diese Daten4 über Asylbewerber in der EU27 werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

70% der Asylbewerber entfielen auf Deutschland, Frankreich, Schweden, das Vereinigte Königreich und Belgien

Im Jahr 2012 verzeichnete Deutschland (77 500 Bewerber bzw. 23% aller Bewerber) die höchste Anzahl an Asylbewerbern, gefolgt von Frankreich (60 600 bzw. 18%), Schweden (43 900 bzw. 13%), dem Vereinigten Königreich (28 200 bzw. 8%) und Belgien (28 100 bzw. 8%). Auf diese fünf Mitgliedstaaten entfielen zusammen mehr als 70% aller Bewerber, die in der EU27 im Jahr 2012 registriert wurden.

Im Vergleich zur Bevölkerung des jeweiligen Mitgliedstaates wurden die höchsten Asylbewerberquoten in Malta
(5 000 Bewerber pro Millionen Einwohner), Schweden (4 600), Luxemburg (3 900), Belgien (2 500) und Österreich (2 100) verzeichnet und die niedrigsten Quoten in Portugal (30), Estland und Spanien (je 55) sowie der Tschechischen Republik (70).

In einigen Mitgliedstaaten kam ein großer Teil der Bewerber aus einem einzigen Land. Die Mitgliedstaaten mit den höchsten Konzentrationen waren Malta (60% der Bewerber kamen aus Somalia), Polen (57% aus Russland), Lettland (51% aus Georgien), Litauen (48% aus Georgien), Estland (45% aus Georgien) und Ungarn (41% aus Afghanistan).

Über ein Viertel der Entscheidungen in erster Instanz waren positiv

Im Jahr 2012 wurden in der EU273 73% der Entscheidungen in erster Instanz5 über einen Asylantrag abgelehnt, während 14% der Bewerber ein Flüchtlingsstatus zugesprochen wurde, 10% erhielten subsidiären Schutz und 2% eine Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen. Es sei darauf hingewiesen, dass Entscheidungen in erster Instanz, die im Jahr 2012 getroffen wurden, sich auf Anträge, die in den Vorjahren registriert wurden, beziehen können.

Wenn der Anteil der positiven Entscheidungen deutlich zwischen den Mitgliedstaaten variiert, sollte berücksichtigt werden, dass auch die Ursprungsländer der Bewerber je nach Mitgliedstaat stark variieren.

Die Tabellen und die gesamte Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

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Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

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„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
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