| Presseerklärungen des FRNRW Nachhaltige Konzepte statt Notlösungen

Pressemitteilung des FR NRW vom 1. Oktober 2014:

Flüchtlingsrat NRW ist fassungslos über Misshandlungsfälle. Sofortmaßnahmen des Landes zur Unterbringung von Flüchtlingen sind  unzureichend.

Der Flüchtlingsrat NRW ist erschüttert über die Misshandlungen von Flüchtlingen in nordrhein-westfälischen Aufnahmeeinrichtungen. Innenminister Jäger und Regierungspräsident Bollermann gaben bei einer Pressekonferenz bekannt, sofort auf die Vorfälle reagieren und klare Vorgaben für den Einsatz von Sicherheitsunternehmen festlegen zu wollen. So soll das Sicherheitspersonal künftig besser überprüft werden. Den Betreibern wird untersagt, Kooperationen mit  Subunternehmen einzugehen. „Wir sind auf die Umsetzung dieses hochgesteckten Ziels sehr gespannt. Es wird schwierig, die bestehenden Strukturen so schnell zu ändern. Dringend notwendig wäre neben der Überprüfung des Personals auch dessen Schulung in Deeskalation,  Gewaltprävention und interkulturellen Kompetenzen“, kommentiert Kirsten Eichler, Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrates NRW e.V., die  Bekanntgabe der Beschlüsse. Seit Jahren drängt der Flüchtlingsrat NRW darauf, dass Qualitätsstandards für die Betreuung und den Betrieb von Flüchtlingsunterkünften festgelegt und die Einhaltung dieser Standards regelmäßig durch das Land NRW kontrolliert werden.

Bedauerlicherweise erachten es das Innenministerium NRW und die Bezirksregierung Arnsberg weiterhin nicht als notwendig, eine unabhängige Beschwerdestelle für Flüchtlinge in den Landesaufnahmeeinrichtungen einzurichten,  die Asylsuchende bei Übergriffen kontaktieren und hilfesuchend zu Rate ziehen können.  Zudem fehlt es dem Innenministerium nach wie vor an Bereitschaft, verbindliche Normen für den Betrieb und die Betreuung der Aufnahmeeinrichtungen festzulegen. „Die nunmehr eingerichtete ‚Task Force’, die die Einrichtungen kontrollieren und  dafür sorgen soll, dass in Landesunterkünften Standards eingehalten werden, ist ein notwendiger, allerdings längst überfälliger Schritt. Wir fragen uns zudem, von welchen ‚Standards‘ hier genau die Rede ist, da bislang keine festgelegt wurden.“  stellt Kirsten Eichler fest.

Der Flüchtlingsrat NRW fordert die Entwicklung eines Konzeptes, das die Unterbringung von Flüchtlingen verbindlich regelt und unter Beteiligung verschiedener im Flüchtlingsbereich tätiger Akteure entwickelt wird, um Qualitätsstandards für die Aufnahmeeinrichtungen festzulegen.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir unter der angegebenen Telefonnummer gerne zur Verfügung.

gez. Antonia Kreul, Flüchtlingsrat Nordrhein-Westfalen e.V.

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt Argumentationshilfen zur Entkräftung von Vorurteilen bereit. Neben dem Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Dezember 2019) haben wir zusätzlich eine ausführlichere Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand Juli 2020) erstellt.

Die Argumentationshilfen finden Sie hier.

Neue Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ veröffentlicht (Stand Januar 2020).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand September 2020, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

Mehr dazu

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