| Aktuell, Presseerklärungen des FRNRW Tag des Flüchtlings: Flüchtlingsrat NRW kritisiert die Entrechtung von Schutzsuchenden

Bochum, 26.09.2019

Pressemitteilung 12/2019


Zum bundesweiten Tag des Flüchtlings fordert der Flüchtlingsrat NRW die EU, den Bund und das Land auf, sich auf das Asylrecht als Schutzinstrument für Menschen zu besinnen. Die restriktive Politik, die Menschen im Mittelmeer sterben lässt, sie in Großeinrichtungen isoliert und immer weiter entrechtet, muss beendet werden. Statt Abschottung, Abschreckung und Ausgrenzung zu forcieren, sind Rahmenbedingungen zu schaffen, die Schutzsuchenden ein faires Asylverfahren und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.


Die aktuellen Gesetzesänderungen im Rahmen des sogenannten Migrationspakets treiben den restriktiven Kurs der Asylpolitik der letzten Jahre auf die Spitze. Die Aufweichung der Grenze zwischen Straf- und Abschiebungshaft, Arbeitsverbote sowie die Schaffung eines prekären Aufenthaltsstatus noch unterhalb der Duldung sind nur einige Beispiele für die drastische Verschlechterung der Situation von Flüchtlingen.


Auch die Landesregierung NRWs zeigt sich in der Verschärfung asylrechtlicher Standards äußerst bereitwillig, wie insbesondere durch den Asyl-Stufenplan deutlich wurde. Die verlängerte Aufenthaltsdauer in Landesunterkünften bis zu 24 Monaten isoliert Asylsuchende zunehmend und verwehrt ihnen jegliche Teilhabe. Damit einhergehend werden Abschiebungen weiter forciert.
„Der Tag des Flüchtlings darf nicht zur Phrase verkommen“, so Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW. „Schutzsuchenden muss ein Leben in Würde gewährt werden. Dafür sind unter anderem eine menschenwürdige Unterbringung, gesellschaftliche Anbindung und Zugänge zu Arbeit und Bildung unerlässlich.“


Der Flüchtlingsrat NRW mahnt die Landesregierung deshalb, die Verantwortung für den Schutz von Flüchtlingen ernst zu nehmen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, deren gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen!


Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen telefonisch zur Verfügung.


Die Pressemitteilung als PDF-Datei finden Sie hier.

Zurück zu "In eigener Sache"

Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand April 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


100 Jahre unschuldig in Haft!

„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

Folgen Sie dem Flüchtlingsrat

auf facebook und twitter
oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed


Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

© Flüchtlingsrat NRW 2019