| Unterbringung in den Kommunen Frintrop: Menschenwürde auch für Flüchtlinge

Forderung von Pro Asyl / Flüchtlingsrat Essen, August 2013:

Angesichts steigender Flüchtlingszahlen ist die Diskussion über die Unterbringung von Flüchtlingen auch in Essen voll entbrannt. Durch den stetigen Abbau von Flüchtlingsunterkünften in Essen haben Verwaltung und Politik versäumt, Reserven vorzuhalten.
Dies zeugt von kurzsichtiger Planung. Da die vorhandenen Kapazitäten aktuell nicht mehr ausreichen, müssen nun Notunterkünfte, wie z.B. die ehemalige Walter-Pleitgen-Schule oder die Dilldorfschule, kurzfristig und behelfsmäßig hergerichtet werden.
Forderungen aus Verwaltung und Politik, man müsse über schlechtere Versorgung der Betroffenen für Abschreckung sorgen, schüren so manches Vorurteil. ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen fordert die politischen Entscheidungsträger der Stadt Essen auf, die Debatte um angeblichen Asylmissbrauch nicht weiter anzufachen und Flüchtlinge in unserer Stadt menschenwürdig unterzubringen.
Angesichts der weltweit 45 Millionen Flüchtlinge ist dies ein kleiner, aber wichtiger Beitrag unserer Stadt.

Wir fordern:
- Notunterkünfte - wie die Schule - dürfen keine Dauereinrichtung werden
- humane Unterbringung von Flüchtlingen mit abgeschlossenen Wohneinheiten
- Einhaltung von Hygienestandards und ein Recht auf Intimsphäre
- Einhaltung der vom Essener Rat beschlossenen Belegungsdichte von 8 m² / Person
- Verzicht auf Sachleistungen und Auszahlung von Barleistungen
- Verzicht auf Massenunterkünfte
- Gleichmäßige Unterbringung von Flüchtlingen in allen Essener Stadtteilen
- vorrangige Unterbringung in Privatwohnungen
- Ausbau der sozialen Betreuung und Anbindung an den Stadtteil durch stadtteilorientierte soziale Arbeit und runde Tische
Wir fordern die Essener Bürgerinnen und Bürger auf, die Flüchtlinge in ihrer schwierigen Lebenssituation in Essen willkommen zu heißen und zu unterstützen.

Bei Fragen rund ums Thema wenden Sie sich an: ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V., Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen, Tel: 0201-20539, Mail: info[at]proasylessen.de

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand April 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


100 Jahre unschuldig in Haft!

„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

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Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

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