| LSBTI BAMF will schwulen Nigerianer abschieben

Das Portal "queer.de" berichtet von einer weiteren inhumanen Entscheidung des BAMF gegenüber einem LGBTIQ*-Geflüchteten:


"Das Asyl eines schwulen Mannes aus Nigeria ist am 31. Juli vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt worden, obgleich der Geflüchtete wegen seiner sexuellen Orientierung in seinem Heimatland mit dem Tod bedroht wird. Das teilte das Queer Refugees Network Leipzig (QRNL) mit.

Die Ablehnung klingt aufgrund seiner Fluchtgeschichte besonders kaltherzig: Der junge Mann sei laut QRNL aus Nigeria geflohen, nachdem seine Homosexualität bekannt geworden war. "Es sei zu einem gewaltvollen Übergriff auf ihn und seinen Partner gekommen, sein Partner sei an den ihm zugefügten Verletzungen verstorben", fasst das Netzwerk die Angaben des Mannes zusammen. Gegen diesen sei daraufhin ein Haftbefehl wegen Homosexualität erlassen worden. Auch die Familie seines Partners habe nach ihm gesucht, um dessen Tod zu rächen.

Auf der Flucht nach Europa sei der Mann Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostituion geworden. Er sei zunächst nach Italien geflohen und habe dort einen Asylantrag gestellt. Aus Angst habe er im dortigen Asylverfahren jedoch nicht über seine Homosexualität sprechen können. Auch in Italien seien ihm viele homophobe Menschen aus Nigeria begegnet; er habe verbale und körperliche Gewalt erlebt, ohne durch Sozialarbeiter oder die dortige Polizei geschützt zu werden."

Das BAMF habe den Asylantrag abgelehnt, da er in Italien die Möglichkeit verpasst habe, über seine sexuelle Orientierung zu sprechen und deshalb "grobes Eigenverschulden des Nichtvorbringens" zu verschulden hätte.

Entscheidungen des BAMF wie diese sind leider keine Einzelfälle, wie wir schon mehrfach berichtet haben.


Mehr Informationen zu dem hier vorgestellten Fall gibt es hier.

Zurück zu "Themen A-Z"

Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand April 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


100 Jahre unschuldig in Haft!

„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

Folgen Sie dem Flüchtlingsrat

auf facebook und twitter
oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed


Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

© Flüchtlingsrat NRW 2019