| Meldungen aus den Initiativen Kritik an geplantem Erlass der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei in NRW

Angesichts des geplanten Erlasses zur Presse-und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei in NRW, der eine Nennung der Nationalität von Tatverdächtigen vorsieht, veröffentlichte der Förderkreis Asyl Würselen e.V. am 02.09.19 eine kritische Stellungnahme. Eine Nennung von Nationalitäten bestärke Vorurteile, schüre Ängste und fördere Fremdenhass. „Wir alle kennen die Belegung von Wörtern und wissen, welche Konnotationen bei der Nennung der Nationalität mitschwingen. Und diese fallen nicht in eine neutrale Wirklichkeit, sondern in eine entstandene Atmosphäre in unserem Land, in dem sich die Angst vor einer völlig irrational gedachten und empfundenen Überfremdung breitmacht“, so Christel Schwenger vom Förderkreis Asyl in Würselen. Der WDR berichtete am 11.09.19, dass sich NRW-Justizminister Biesenbach ebenfalls gegen eine generelle Herkunftsnennung von Tatverdächtigen und damit gegen den von NRW-Innenminister Reul geplanten Medienerlass ausgesprochen habe. Bei einer Sitzung des Rechtsausschusses im Düsseldorfer Landtag habe Biesenbach zur Frage der Herkunftsnennung erklärt: „Wir nennen sie dann, wenn es notwendig oder sinnvoll ist, den Bericht zu verstehen. Und wir lassen es weg, wenn es dazu dient, einfach möglicherweise Diskriminierungen zu schaffen.“ In einem schriftlichen Bericht an den Integrationsausschuss (17/2377, 05.09.19, veröffentlicht in der Tagesordnung der 42. Ausschusssitzung vom 02.10.19) betonte NRW-Integrationsminister Stamp, dass die Landesregierung gegen die Stigmatisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen eintrete. In die Erarbeitung des Erlasses zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei in NRW sei er bisher nicht eingebunden gewesen. Da ein Erlass nicht vor Jahresende vorgesehen sei, bleibe noch ausreichend Zeit, um sich fachlich auszutauschen. Eine generelle Herkunftsnennung müsse sorgfältig abgewogen werden, da sie andere Faktoren, wie soziale Lebensumstände oder die psychische Gesundheit von „Straftäterinnen“ relativiere und zumindest die Gefahr falscher Schlussfolgerungen berge.

FR NRW – Förderkreis Asyl Würselen e.V. kritisiert geplanten Erlass zur Pressearbeit der Polizei (03.09.2019)

WDR – Justizminister gegen generelle Herkunftsnennung (11.09.2019)

Weitere Artikel aus dem Schnellinfo 02/2019 finden Sie hier.

Zurück zu "Ehrenamt / Initiativen"

Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand April 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


100 Jahre unschuldig in Haft!

„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

Folgen Sie dem Flüchtlingsrat

auf facebook und twitter
oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed


Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

© Flüchtlingsrat NRW 2019