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EINZELFÄLLE DER ABSCHIEBUNGSPRAXIS GESUCHT

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

untenstehend leiten wir Ihnen/Euch eine Projektinformation zum „Abschiebungsreporting NRW" weiter.
Wenn Sie/ihr in Kontakt mit Menschen stehen/steht, welche von den unten beschriebenen Abschiebungen betroffen sind, bitten wir Sie/Euch, sich direkt bei Sebastian Rose (rose@abschiebungsreporting.de) zurückzumelden.

Viele Grüße
Ihr/Euer Flüchtlingsrat NRW

 

 

 

An

Initiativen, Flüchtlingsberatungsstellen, Rechtsanwält:innen und zivilgesellschaftlich im Flüchtlingsschutz Engagierte in Nordrhein-Westfalen

Projektinformation „Abschiebungsreporting NRW" – Angebot zur Zusammenarbeit

 

Liebe Engagierte im Flüchtlingsschutz,

Abschiebungen finden oft im Verborgenen statt, nachts, an abgelegenen Orten, jenseits der Öffentlichkeit. "Blackbox Abschiebung" ist der Titel eines 2013 erschienenen Buches. Acht Jahre später gilt dies unverändert. Das wollen wir mit Ihrer und Eurer Unterstützung ändern.

Mitte August 2021 startete in Nordrhein-Westfalen das Projekt „Abschiebungsreporting". Es will inhumane Aspekte der Abschiebungspraxis an Einzelfällen öffentlich machen, parteiisch in ausführlichen Berichten über die Abschiebungspraxis informieren und besondere Härten bei Abschiebungen in den Blick nehmen. Dazu sollen die bestehenden Abschiebungspraktiken in NRW zukünftig näher dokumentiert werden, auch anhand exemplarischer Einzelfälle. Hierzu benötigen wir Ihre und Eure Unterstützung.

Was soll dokumentiert werden?

Es werden insbesondere solche Abschiebungen in den Blick genommen,

--> deren Vollzug aus humanitären Gründen unverhältnismäßig war
--> bei denen der Vollzug der Abschiebung unverhältnismäßig war (z.B Fesselung von Kindern, Nachtabschiebungen, Polizeigewalt, Zwangsmedikation etc.)
--> die gegen geltendes Recht verstoßen haben

Was leistet das Projekt?

Das Projekt wird drastische Abschiebungen nach einer genauen Prüfung öffentlich machen, in Zusammenarbeit mit den Betroffenen bzw. den übermittelnden Stellen. Das Projekt wird zukünftig regelmäßig Berichte vorlegen, in denen u.a. ausgewählte Einzelfälle (in der Regel anonymisiert) aus der Abschiebungspraxis in NRW dokumentiert werden.

Wer unterstützt das Projekt?

Das Projekt wurde in einem Netzwerk verschiedener Akteur:innen entwickelt. Es wird durch einen Beirat, ein Fachbegleitungsnetzwerk und eine Konzept-AG inhaltlich unterstützt. Die daran Beteiligten sind jeweils ehrenamtlich tätig.

Träger des Projektes ist das Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. mit Sitz in Köln. Das Projekt ist NRW-weit tätig. Nähere Beschreibung hier.

Das Projekt wird mit Mitteln der Evangelischen Landeskirchen in NRW sowie der Diakonie RWL gefördert.

Was ist weiter im Aufbau?

Eine eigene Website, Social Media Accounts und ein Projektflyer befinden sich aktuell in Vorbereitung. Ein Meldebogen/ Fallerfassungsbogen, der sich derzeit noch in der Abstimmung befindet, wird auf Nachfrage gerne zugesendet.

Bitte um Zusammenarbeit

Wir sind auf Ihre und Eure Einzelfälle und Praxisberichte angewiesen. Ab sofort können besondere Einzelfälle an den Projektreferenten herangetragen werden, damit diese geprüft/ nachrecherchiert/ ggf. öffentlich dokumentiert werden. Gemeinsam mit den Meldenden werden die relevanten Unterlagen zu einer Abschiebung geprüft und in Zusammenarbeit mit unterstützenden Stellen entschieden, welches weitere Vorgehen möglich ist und ob eine Dokumentation im Rahmen des Projekts erfolgen soll/ kann. Alle Schritte erfolgen parteiisch im Sinne der von Abschiebungen betroffenen Menschen.

Gerne kann der Projektreferent eingeladen werden, um bei Initiativen, in Gremien oder Arbeitskreisen die Projektidee und die Ziele des Abschiebungsreportings NRW vorzustellen und in den direkten Austausch zu treten. Sprechen Sie uns gerne an!

Kontakt (mo-do):

Sebastian Rose
Abschiebungsreporting NRW
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.
Aquinostr. 7-11
50670 Köln
Telefon 0221 / 972 69 -32
E-Mail: rose@abschiebungsreporting.de
Twitter: @abschiebung_nrw

 


Flüchtlingsrat NRW e.V.
Wittener Straße 201
44803 Bochum

fon   0234 – 587315 - 60
fax:  0234 – 587315 - 75
mail: info@frnrw.de


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