| Meldungen aus den Initiativen Netzwerk Kirchenasyl Münster stellt Strafanzeige wegen Verdacht auf Menschenrechtsverletzungen in Münsteraner Oxford-Kaserne

Anbei finden Sie die Pressemitteilung des Netzwerk Kirchenasyl Münster vom 02.12.2019:

Strafanzeige wegen Verdacht auf Menschenrechtsverletzungen in Münsteraner Oxford-Kaserne gestellt

Netzwerk Kirchenasyl fordert mit Offenem Brief Aufklärung

Das Netzwerk Kirchenasyl Münster hat heute, am 02.12.2019, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Münster erstattet. Grund dafür sind die Vorfälle, die 2016 in der ehemaligen Notunterkunft für Geflüchtete in Münster, der Oxford-Kaserne, geschehen sein sollen und von denen ehemalige MitarbeiterInnen nun berichtet haben. Dort sollen Geflüchtete, die gegen die Hausordnung verstießen, unbequem waren oder Forderungen stellten in einem eigenen „Störzimmer“ isoliert worden sein, ein Mitarbeiter des Wachdienstes wurde vor der Tür positioniert. Über den Blog „Die Wiedertäufer“ sind diese Vorwürfe am 27.11.2019 nun an die Öffentlichkeit gelangt (https://wiedertaeufer.ms/wer-aerger-machte-kam-ins-stoererzimmer).

„Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, würde es sich hier um Menschenrechtsverletzungen, die möglicherweise den Straftatbestand der Freiheitsberaubung erfüllen, handeln,“ heißt es dazu in einem Offenen Brief, mit dem sich das Netzwerk nun an das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW, die Bezirksregierung, die Stadt Münster, die Johanniter als damalige Betreiber der Einrichtung und die Sicherheitsfirma „PMC Sicherheitsdienste & Eventservice e.K.“ gewandt hat.

„Wir fordern von allen Verantwortlichen, dass sie die Vorfälle und die sich in diesem Zusammenhang aufdrängenden zahlreichen offenen Fragen nach der Existenz eines sog. Störerzimmers und dem Umgang mit Störungen in dieser Notunterkunft lückenlos und umfassend aufklären,“ so Dr. Julia Lis vom Netzwerk Kirchenasyl Münster. „Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, so stellen sie Menschenrechtsverletzungen dar, die inakzeptabel sind und nicht hingenommen werden dürfen. Kritisch müsste dann auch über die Unterbringung in Sammelunterkünften generell nachgedacht werden, insbesondere da auch in anderen Sammelunterkünften wie z.B. in Burbach, Vorfälle bekannt geworden sind, die zum Teil Parallelen aufweisen, bzw. sogar auf noch schwerere Menschenrechtsverletzungen hindeuten, als die von denen bislang im Fall der Oxford-Kaserne die Rede ist.“

Den Offenen Brief des Netzwerks Kirchenasyl Münster finden Sie hier.

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand April 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


100 Jahre unschuldig in Haft!

„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
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