| Presseerklärungen des FRNRW Nie war Flüchtlingsschutz so wichtig wie jetzt!

Pressemitteilung des Flüchtlingsrats NRW vom 26. September 2014:

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. fordert anlässlich des Tages des Flüchtlings 2014 mehr Solidarität mit Asylsuchenden.

Die weltpolitische Lage spitzt sich zu. Aus Ländern wie Syrien, Irak, Ukraine und Eritrea flüchten immer mehr Menschen, die um ihr Leben fürchten müssen. Diese Tatsache führt dazu, dass die Zahl der Flüchtlinge auch in Deutschland weiter steigen wird. Doch wie reagiert Deutschland auf diesen Anstieg? Die Verabschiedung des Gesetzes zur Einstufung dreier Staaten des westlichen Balkans als sogenannte sichere Herkunftsländer verdeutlicht die derzeitige Ausrichtung der Flüchtlingspolitik in Deutschland. Ganze Gruppen von Asylsuchenden werden kollektiv unter Generalverdacht gestellt, das deutsche Asylsystem zu ‚missbrauchen‘. Zudem sind weitere Asylrechtsverschärfungen in der Planung. „Wir brauchen endlich eine Flüchtlingspolitik, die unsere Solidarität mit den Hilfesuchenden ausdrückt!“, fordert Heinz Drucks, Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrates NRW e.V.   

In NRW zeigen sich Land und Kommunen insbesondere mit der Unterbringung von Flüchtlingen überfordert und sprechen in diesem Zusammenhang immer häufiger von einer ‚Belastung‘, die kaum bewältigt werden könne. Zunehmend ist zu beobachten, dass die Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge des Landes und der Kommunen überfüllt sind und teilweise auf inakzeptable Notunterkünfte zurückgegriffen wird. Bund und Länder werden von den kommunalen Spitzenverbänden aufgefordert, mehr finanzielle Unterstützung zu leisten. Damit wird die Verantwortung für eine humanitäre Unterbringung jedoch zu Lasten der Flüchtlinge verschoben. „Trotz der angespannten finanziellen Situation müssen humanitäre Lösungen für die Unterbringung von Flüchtlingen gefunden werden. Um erhebliche Kosten einzusparen, sollten Land und Kommunen die Bundesregierung auffordern, das Asylbewerberleistungsgesetz abzuschaffen“, betont Heinz Drucks.

Die ablehnende politische Haltung gegenüber Asylsuchenden, die durch die Politik vermittelt wird, trägt dazu bei, fremdenfeindliche Ressentiments in der Bevölkerung zu schüren.  Zunehmende Angriffe auf Flüchtlinge und Gemeinschaftsunterkünfte sind auch Folge dieser politischen Stimmung.

„Erfreulicherweise gibt es in NRW jedoch sehr viele Menschen, die offen und positiv auf Flüchtlinge zugehen und mit diesen in Kontakt treten möchten. Ein wichtiger Schritt zu mehr Solidarität sind Willkommensinitiativen, die sich derzeit an vielen Orten zusammenfinden. Diese Gruppen senden das richtige Signal aus!“, konstatiert Heinz Drucks in einem abschließenden Kommentar.        

Für eventuelle Rückfragen stehen wir unter der angegebenen Telefonnummer gerne zur Verfügung.

Zurück zu "Presseerklärungen"

Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Der Flüchtlingsrat NRW verlieh den Ehrenamtspreis erstmals 2016 anlässlich seines dreißigjährigen Bestehens. Mit diesem Preis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchten einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand April 2019) kann demnächst wieder gegen Erstattung der Portokosten unter initiativen@frnrw.de bestellt werden (Vorbestellungen nehmen wir auch jetzt schon entgegen).

Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


100 Jahre unschuldig in Haft!

„100 Jahre Abschiebehaft” richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Bisher sind bereits zwei Veranstaltungen geplant: 

  • 10.-12.05.2019: Dezentrale Aktionstage vor allen Abschiebegefängnissen
  • 31.08.2019: Großdemo in Büren und Paderborn (Infos hier)

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Juni 2019, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

Folgen Sie dem Flüchtlingsrat

auf facebook und twitter
oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed


Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

© Flüchtlingsrat NRW 2019