| Aktuell, Kampagnen Aufruf zur Kundgebung gegen Abschiebung nach Afghanistan

Aufruf zur Kundgebung am Montag, 8. Februar 2021 um 18 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Köln

,,Die Bundesregierung schiebt seit Dezember 2020 nach einer kurzen Corona-Pause wieder im monatlichen Rhythmus Menschen nach Afghanistan ab. Die 36. Abschiebung von Deutschland nach Afghanistan ist für den 9. Februar aus München geplant.

Und das vor dem Hintergrund, dass Afghanistan seit dem 31. Januar als Hochrisikogebiet für Covid-19 eingestuft wird, also als Land mit besonders hohem Infektionsrisiko! Die humanitäre und politische Situation dort ist desaströs.

Menschen, die auf der Suche nach Schutz und Sicherheit geflohen sind, werden nach Jahren der Flucht und einem ungewissen Aufenthalt in Deutschland in das Land deportiert, das nach dem Global Peace Index das unsicherste Land der Welt ist. Beinahe täglich erschüttern terroristische Bombenanschläge die Zivilbevölkerung, und in vielen Teilen des Landes herrscht offener Krieg. Zurzeit werden Journalist*innen, Menschenrechtsaktivist*innen und Angehörige der Regierung gezielt ermordet. Allein in den letzten beiden Wochen starben in nur Kabul acht Menschen und 21 wurden bei insgesamt 16 Anschlägen verletzt. Am 17. Januar wurden zwei Richterinnen auf offener Straße erschossen. All das schafft es nur noch sehr selten in unsere Nachrichten.

Die Hälfte der Asylanträge von Afghan*innen werden in Deutschland einfach so abgelehnt. ABER wenn sie vor Gericht gegen diese Entscheidung klagen, bekommen 58% von ihnen Recht und können in Deutschland bleiben. Bis dahin vergehen oft Jahre, in denen ihnen grundlegende Möglichkeiten, sich hier ein Leben aufzubauen, vorenthalten werden. Das ist struktureller Rassismus pur!

Die Öffentlichkeit, inklusive der Medien, schweigen zu dieser unmenschlichen Behandlung von traumatisierten Menschen und dem monatlichen Wahnsinn der Abschiebungen. Die Bundesregierung scheut keine Kosten und Mühen, Menschen in ein Kriegsgebiet zu deportieren. Jeder Flug nach Kabul kostete das Innenministerium bereits vor der Pandemie 300.000 Euro – heute sind es deutlich mehr! Das sind unsere Steuergelder, die eingesetzt werden, um Menschen massiv zu schaden und sie in Lebensgefahr abzuschieben. Wollt Ihr das wirklich akzeptieren? Wenn nicht, dann...

…kommt zur Kundgebung in Köln oder woanders

...beschwert Euch bei Euren Abgeordneten und beim Innenminister

...meldet Euch bei uns, wir organisieren weitere Aktionen

...oder sucht andere Wege, dagegen zu protestieren!

Wir fordern alle Abschiebungen von Deutschland nach Afghanistan einzustellen!

Abschiebungen nach Afghanistan sind ein Verbrechen!''

 

vollständiger Aufruf als pdf

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Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW

Mit dem Ehrenamtspreis möchte der Flüchtlingsrat NRW das ehrenamtliche Engagement von in der Flüchtlingshilfe aktiven Initiativen und Einzelpersonen in NRW ehren und diese in ihrer Arbeit stärken.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis finden Sie hier.

Forum Landesunterbringung


Neues Webforum "Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)" jetzt online!
Das Webforum möchte einen Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Landesaufnahmeeinrichtungen ermöglichen.

Das Webforum finden Sie hier.

Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen! Argumentationshilfen gegen Vorurteile

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. stellt Argumentationshilfen zur Entkräftung von Vorurteilen bereit. Neben dem Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" (Stand Dezember 2019) haben wir zusätzlich eine ausführlichere Argumentationshilfe zur Entkräftung von Vorurteilen (Stand Juli 2020) erstellt.

Die Argumentationshilfen finden Sie hier.

Neue Broschüre zum Engagement für Flüchtlinge in Landesunterkünften

Der Flüchtlingsrat NRW hat die Broschüre „Ehrenamtlich engagiert – für Schutzsuchende in und um Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW“ veröffentlicht (Stand Januar 2020).

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand Februar 2021, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.

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