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| Aktuell, Unsicheres Afghanistan PRO ASYL zur bevorstehenden Abschiebung nach Afghanistan

Pressemitteilung von PRO ASYL vom 2. Oktober 2018:

Bund und Länder ignorieren UNHCR-Einschätzung zur Lage im Land

Trotz heftiger Proteste im Vorfeld ist für den heutigen Dienstag der mittlerweile siebzehnte Abschiebeflug nach Kabul geplant. Während das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) feststellt, dass Kabul als Schutzort nicht in Betracht kommt, schiebt Deutschland weiter in die Hauptstadt Afghanistans ab. Dass die Bundesregierung dabei behauptet, die Feststellungen des UNHCR seien lediglich eine »Empfehlung«, der nicht Folge geleistet werden müsse, ist absurd.

»Unrecht wird nicht zu Recht, indem man die Phrasen von den sicheren Inseln in Afghanistan selbst zum siebzehnten Mal wiederholt und Menschen per Abschiebung in Gefahr bringt«, sagt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL.  »Die Bundesregierung darf Erkenntnisse internationaler Quellen wie des UNHCR nicht in den Wind schlagen. Abschiebungen nach Afghanistan sind unverantwortlich«.

Nach den neuen UNHCR Eligibility Guidelines zu Afghanistan vom 30. August 2018 ist Kabul generell als Schutzort für Betroffene ausgeschlossen. Dies muss zwingend zu einem Abschiebestopp nach Kabul führen – so wie ihn schon Finnland just nach diesem Bericht eingeführt hat. Zusätzlich enthält die UNHCR-Richtlinie wichtige neue Erkenntnisse für andere Großstädte Afghanistans: Für diese müsste eine konkrete Einzelfallprüfung erfolgen – was bisher in der Regel nicht der Fall war. Betroffene müssten diese Städte sicher und legal erreichen können, was in der Realität überhaupt nicht gewährleistet werden kann.

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Ehrenamtspreis 2018

Ehrenamtspreis des Flüchtlingsrates NRW geht an Initiative aus Bedburg-Hau

Das Video der Initiative aus Bedburg-Hau finden Sie hier, sowie hier die Pressemitteilung von der Verleihung.

#NichtMeineLager

PRO ASYL und die landesweiten Flüchtlingsräte warnen vor Ausgrenzung und Isolation von Geflüchteten in Lagern, AnkER-Zentren und anderen Orten der Stigmatisierung und Entwürdigung.

Zum Tag des Flüchtlings 2018 startete deswegen die Kampagne #NichtMeineLager.
Die Broschüre zu der Kampagne finden Sie hier.

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!"  kann zum Jahresbeginn 2019 unter initiativen.at.frnrw.de bestellt werden.
Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

[weiterlesen]

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2018, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

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