Teilen:

Unsicheres Afghanistan

Die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan im vergangenen Jahr zeigt die Kontinuität der Bedrohung auf, die bereits im Jahr 2016 und davor deutlich war. Die Gesamtzahl der zivilen Opfer 2017 betrug 10.453, 3.438 getötete Zivilist*innen und 7.015 Verletzte (UNAMA/ Afghanistan). Es gibt keine Gebiete in Afghanistan, die auf Dauer sicher sind. BBC-Recherchen zufolge "lebt die Hälfte der Bevölkerung in Gegenden, die entweder von den Taliban kontrolliert werden oder in denen die Taliban offen präsent sind und regelmäßig Angriffe verüben" (BBC). Im weltweiten Risikoindex gehört Afghanistan seit drei Jahren ununterbrochen zu denjenigen fünf Ländern, die die höchsten menschlichen Krisen und Zerwürfnisse aufweisen (INFORM index for risk management). Und auch die Vereinten Nationen stufen, dem Guardian zufolge, Afghanistan wieder als Land in "aktivem Konflikt" ein.

Laut Bundestagsdrucksache 19/632 vom 05.02.2018 hält sogar die Bundesregierung die Sicherheitslage in Afghanistan für „weiterhin volatil“ und von „starken regionalen Unterschieden“ geprägt, also nicht sicher.

Und trotz dieser alarmierenden Kenntnisse ist die bereinigte Schutzquote im Asylverfahren für Afghan*innen von 77,6 % (2015) auf 47,5% (2017) gesunken und dieser Abwärtstrend setzt sich auch in 2018 fort (BAMF), obwohl Expert*innen im weiteren Verlauf des Jahres mit weiteren Verschlechterungen der Sicherheitslage in Afghanistan rechnen (ZDF).
Nicht einmal vor Abschiebungen macht die Bundesregierung halt. Abschiebungen nach Afghanistan werden weiterhin „konsequent umgesetzt“. Bereits in den ersten vier Monaten dieses Jahres fanden 12 Sammelabschiebungen nach Afghanistan statt, welche bislang mehrere Hundert Afghan*innen betrafen.

Weitere Hintergrundinformationen zum Herkunftsland Afghanistan finden Sie bei PRO ASYL

Rechtssprechung mit Bezug auf Afghanistan finden Sie gebündelt beim Informationsverbund Asyl & Migration.


Kommunale Beschlüsse Afghanistan 20.09.2017 – Münster – beschlossen

Nach einem Antrag der Fraktionen SPD, Die Linke und der Gruppe Piraten/ÖDP wird einer öffentlichen Beschlussvorlage zugestimmt. Die Stadt Münster begrüßt die [Anm. der Redaktion: zwischen Juni und September 2017 währende] vorübergehende Aussetzung von Entscheidungen des BAMF über Asylsuchende aus...

Weiterlesen


Kommunale Beschlüsse Afghanistan 31.07.2017 – Köln – beschlossen

Im Hauptausschuss des Rates der Stadt Köln wird nach einem Antrag der Piraten-Gruppe und einem Änderungsantrag der SPD-Fraktion ein gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktionen CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Piraten einstimmig bei Enthaltung der Fraktion Die Linke beschlossen.Dem ersten Absatz...

Weiterlesen



Kommunale Beschlüsse Afghanistan 01.06.2017 – Dortmund – beschlossen

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt nach einem Antrag von Die Linke & Piraten die Kenntnisnahme des flächendeckenden Bürgerkrieges in Afghanistan sowie die Feststellung der Zurückstellung von Abschiebungen in diversen Bundesländern. Die Verwaltung wird gebeten alle Möglichkeiten zu nutzen,...

Weiterlesen


Kommunale Beschlüsse Afghanistan 01.06.2017 – Bielefeld – beschlossen

Nach einem gemeinsamen Antrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgernähe/Piraten und Die Linke beschließt der Rat der Stadt Bielefeld einen Appell an die Bundes- und Landesregierung, einen Abschiebungsstopp für Afghanistan zu verfügen sowie die Sicherheitslage dort neu zu bewerten und bittet die...

Weiterlesen



Kommunale Beschlüsse Afghanistan 30.03.2017 – Bochum – abgelehnt

Nachdem ein Antrag der Fraktion Die Linke und ein Änderungsantrag der Fraktion Die Grünen in der Sitzung des Rates der Stadt Bochum am 1.2. zurückgezogen werden, um eine möglichst breit vom Rat getragene Resolution zu erarbeiten, wird die von Die Linke, Soziale Liste und Die Grünen eingereichte...

Weiterlesen


Kommunale Beschlüsse Afghanistan 23.02.2017 – Waltrop – beschlossen

Im Rat der Stadt Waltrop wird einem Antrag der Ratsfraktionen SPD, BÜNDNIS 90 Die Grünen, WA, DIE LINKE, und FDP zugestimmt. Der Stadtrat spricht sich gegen Abschiebungen nach Afghanistan aus. Er fordert die Verwaltung auf, an die Landesregierung NRW zu appellieren, keine Menschen nach Afghanistan...

Weiterlesen



Kommunale Beschlüsse Afghanistan 20.02.2017 – Wuppertal – abgelehnt

Die gemeinsam beantragte Resolution der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke wird vom Rat der Stadt Wuppertal abgelehnt. In der Resolution wird die Landesregierung dazu aufgefordert sich auf Bundesebene für eine Aussetzung des Rückübernahmeabkommens zwischen EU und Afghanistan einzusetzen...

Weiterlesen


Kommunale Beschlüsse Afghanistan 16.02.2017 – Mülheim an der Ruhr – beschlossen

Der Rat beschließt dem Antrag von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der SPD-Fraktion, der Gruppe DIE LINKE und der Stadtverordneten Bicici und Tuncer zuzustimmen. Der Antragstext wurde vom Düsseldorfer Antrag übernommen. Der Rat appelliert an die Landesregierung NRW den Runderlass des...

Weiterlesen



Ehrenamtspreis 2018

Am 17. November 2018 wird wieder der Ehrenamtspreis verliehen! 

Die Bewerbungsfrist endet am 25.03.2018.Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis 2018 finden Sie hier.

30 Jahre Flüchtlingsrat NRW - Jetzt erst recht!

Der Flüchtlingsrat NRW wurde am 14. Dezember 1986 im Rahmen einer Tagung der Ev. Akademie Mülheim gegründet, um, zunächst als offenes Bündnis aktiv, die Arbeit der relativ jungen örtlichen Asylarbeitskreise und Flüchtlingsräte  im  großen  Flächenland  Nordrhein-Westfalen zu bündeln und geschlossen an die Landespolitik heranzutreten.

[weiterlesen]

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" kann ab sofort unter initiativen.at.frnrw.de bestellt werden.
Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

[weiterlesen]

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2018, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

Folgen Sie dem Flüchtlingsrat

auf facebook und twitter


  Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

© Flüchtlingsrat NRW 2018