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| Unsicheres Afghanistan Zwölfte Sammelabschiebung nach Afghanistan

Am Dienstag, dem 24. April 2018, fand die zwölfte Sammelabschiebung nach Afghanistan statt. Das Hamburger Abendblatt berichtete, dass 21 männliche afghanische Staatsangehörige abgeschoben worden seien. An der Sammelabschiebung beteiligten sich die Bundesländer Hamburg, Bayern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die vom Flughafen Düsseldorf aus durchgeführte Sammelabschiebung wurde von Protesten begleitet, zu denen u. a. die Initiative Afghanischer Aufschrei aufgerufen hatte. Die Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW, Birgit Naujoks, hatte zuvor in der Welt vom 24.04.2018 gefordert, dass der Sammelabschiebungsflug storniert werde. Zu den hohen Kosten der Abschiebungen die Zahl der Abgeschobenen erklärte sie: „Das Geld ist besser investiert, wenn man die Menschen bei uns integriert“. PRO ASYL kritisierte die Sammelabschiebung als unverantwortlich und wies auf den schweren Anschlag in Kabul am 22.04.2018 mit mindestens 57 Toten und mehr als hundert Verletzten hin. In einem vom Verwaltungsgericht Wiesbaden beauftragten Gutachten beantwortet das Max-Planck-Institut in Halle verschiedene Fragen zur Sicherheitslage in Afghanistan. Unter anderem heißt es dort: „Die Gefahr, allein aufgrund der Anwesenheit in Afghanistan einen ernsthaften Schaden hinsichtlich des Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit zu erleiden, besteht im gesamten Staatsgebiet.“ Das Komitee für Grundrechte und Demokratie veröffentlichte gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein u. a. am 20.04.2018 einen Appell an die Bundespolizei, sich nicht an Abschiebungen zu beteiligen.
 
Hamburger Abendblatt: Fünf Hamburger Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben (25.04.2018)

Welt: Flüchtlingsrat NRW. „Abschiebung nach Afghanistan muss storniert werden“ (24.04.2018)

PRO ASYL: Heute Abend in Düsseldorf. Die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan (24.04.2018)

Gutachten zur Sicherheitslage in Afghanistan (28.03.2018)

Grundrechtekomitee: Menschenrechtsorganisationen appellieren an die Bundespolizei, sich nicht an Abschiebeflügen zu beteiligen (20.04.2018)

Dieser Artikel ist Teil des Schnellinfo 04/2018.

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Ehrenamtspreis 2018

Am 17. November 2018 wird wieder der Ehrenamtspreis verliehen! 

Die Bewerbungsfrist endet am 25.03.2018.Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis 2018 finden Sie hier.

30 Jahre Flüchtlingsrat NRW - Jetzt erst recht!

Der Flüchtlingsrat NRW wurde am 14. Dezember 1986 im Rahmen einer Tagung der Ev. Akademie Mülheim gegründet, um, zunächst als offenes Bündnis aktiv, die Arbeit der relativ jungen örtlichen Asylarbeitskreise und Flüchtlingsräte  im  großen  Flächenland  Nordrhein-Westfalen zu bündeln und geschlossen an die Landespolitik heranzutreten.

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(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" kann ab sofort unter initiativen.at.frnrw.de bestellt werden.
Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

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Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2018, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
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