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| Asylpolitisches Forum Asylpolitisches Forum 2013

Das Asylpolitische Forum 2013 vom 6. – 8. Dezember fand statt zum Thema: "Willkommenskultur ohne Flüchtlingsschutz? – Flüchtlinge haben Rechte!

Vor 20 Jahren, am 26. Mai 1993, wurde in Deutschland das Grundrecht „Politisch Verfolgte genießen Asyl“ (Grundgesetz Artikel 16 Absatz 2 Satz 2) massiv eingeschränkt. In der Folge hat der Flüchtlingsschutz in Deutschland nicht nur seine Selbstverständlichkeit verloren, sondern die auf Abschreckungspolitik basierenden Lebensbedingungen für Asylsuchende und Geduldete wurden durch Arbeitsverbote, Wohnsitzauflagen, Lagerunterbringung, Verweigerung von Familienzusammenführung und andere Einschränkungen derart manifestiert, dass Flüchtlingsorganisationen von einer schleichenden Dehumanisierung des Flüchtlingsschutzes sprechen.

Exemplarischer Ausdruck dieser Entwicklung ist das Asylbewerberleistungsgesetz, das vom Bundesverfassungsgericht in Teilen außer Kraft gesetzt wurde, und zwar mit der fundamentalen Begründung: „Die Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren“.
Diese Tagung fragt danach: Wie steht es in Deutschland und Europa um den grund- und menschenrechtlichen Schutz von Flüchtlingen? Flüchtlinge haben unveräußerliche Rechte – welche Forderungen sind an die neue Bundesregierung zu stellen, um diese zu schützen oder wiederherzustellen?
Das Asylpolitische Forum 2013 sucht den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Flüchtlingsorganisationen, um konkrete Schritte zur Wiederherstellung des Grundrechtsschutzes für Flüchtlinge zu diskutieren und anzubahnen. Dabei werden die Handlungsebenen EU, Bund, Land und Kommune differenziert betrachtet. Zugleich ist die Tagung ein Forum des Austausches und der Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren der Flüchtlingshilfe zur Stärkung des Engagements vor Ort.


Die Vorträge und Dokumente der Tagung haben wir hier für Sie zusammengestellt.


- Asylpolitisches Forum 2013, Programm
- Begrüßung Asylpolitisches Forum 2013, Helge Hohmann
- 20 Jahre Asylgrundrechtsänderung und die Folgen für den Flüchtlingsschutz, Heribert Prantl
- Außengrenze überwinden – Aufnahme finden??? Judith Gleitze
- Resettlement – Sachstand auf der Ebene der Europäischen Union, Stefan Keßler
- Von Brüssel nach Berlin, EU-Flüchtlingsschutz und Berlin mauert? Volker Maria Hügel
- Arabischer Frühling - Entwicklung der Menschenrechtslage am Beispiel von Ägypten und Syrien, Wolfgang Grenz
- Ausblick auf das Jahr 2014, Stefan Keßler
- Presseinfo, Pressestelle des Landeskirchenamtes

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Im Rahmen des Projektes "Infopool LSBTI*" bietet der Flüchtlingsrat NRW insbesondere Schulungen für Mitarbeitende in Landesaufnahmeeinrichtungen und kommunalen Gemeinschaftsunterkünften an.

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30 Jahre Flüchtlingsrat NRW - Jetzt erst recht!

Der Flüchtlingsrat NRW wurde am 14. Dezember 1986 im Rahmen einer Tagung der Ev. Akademie Mülheim gegründet, um, zunächst als offenes Bündnis aktiv, die Arbeit der relativ jungen örtlichen Asylarbeitskreise und Flüchtlingsräte  im  großen  Flächenland  Nordrhein-Westfalen zu bündeln und geschlossen an die Landespolitik heranzutreten.

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Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

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Broschüre des FR NRW, Stand April 2017, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
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