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| In eigener Sache, Publikationen, Aktuell 30 Jahre Flüchtlingsrat NRW - Jetzt erst recht!

Der Flüchtlingsrat NRW wurde am 14. Dezember 1986 im Rahmen einer Tagung der Ev. Akademie Mülheim gegründet, um, zunächst als offenes Bündnis aktiv, die Arbeit der relativ jungen örtlichen Asylarbeitskreise und Flüchtlingsräte  im  großen  Flächenland  Nordrhein-Westfalen zu bündeln und geschlossen an die Landespolitik heranzutreten.

Der Flüchtlingsrat NRW hat von jeher vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder und Unterstützerinnen gelebt. Und doch war der Schritt zu formalen Vereinsstrukturen wichtig. Zum einen wurde der Flüchtlingsrat NRW so unter anderem als Ansprechpartner für die Landespolitik mehr wahrgenommen und anerkannt, zum anderen ermöglichte die Akquise von Fördergeldern die Einrichtung einer hauptamtlichen Geschäftsstelle, die alle Aktivitäten des Flüchtlingsrats NRW koordiniert und den Informationsaustausch sicherstellt.

Nach zwischenzeitlich argen finanziellen Nöten und, bedingt durch stetig gesunkene Flüchtlingszahlen, mangelndem Interesse der Landespolitik am Flüchtlingsthema, ist der Flüchtlingsrat NRW seit 2012 wieder mehr in den Fokus nicht nur der Medien, sondern auch der Politik gerückt. Wie ernst die Dialogbereitschaft der Landesregierung zu nehmen ist, wird sich künftig zeigen, wenn es um die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen, Beratschlagungen und Konzepten geht, die der Flüchtlingsrat NRW miterarbeitet bzw. begleitet hat.

Zumindest finanziell hat das Land nachgesteuert. Die Geschäftsstelle konnte in diesem Jahr erheblich aufgestockt werden und so insbesondere die Bereiche Vernetzung und Unterstützung neuer ehrenamtlicher Initiativen und die Öffentlichkeitsarbeit verstärken. Zudem ist die »Überregionale Koordinierungsstelle Beschwerdemanagement« beim Flüchtlingsrat NRW eingerichtet worden, die zentraler Bestandteil des Konzepts zum Beschwerdemanagement in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes ist. Eine solche Finanzierung ist jedoch immer abhängig vom politischen Willen – die Landtagswahl in 2017 wird eine entscheidende Rolle für die Fortführung der intensiven Arbeit spielen. Vorstand und Mitarbeitende der Geschäftsstelle, sei es im Rahmen der Landesförderung oder anderer Projekte, sind im ganzen Land unterwegs, zu Schulungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen oder im Rahmen von Vernetzungs- und Fachgesprächen. Darüber hinaus leistet die Geschäftsstelle telefonische Unterstützung und Grundsatzberatung für in der Flüchtlingsarbeit tätige Personen. Der Flüchtlingsrat gibt regelmäßige Publikationen heraus und ist mit einer gut frequentierten Website und einer wachsenden Anhängerzahl in sozialen Netzwerken aktiv, um aktuelle und notwendige Informationen aufgearbeitet zu verbreiten.

Und trotzdem reichen die Kapazitäten nicht aus, um alle Anfragen zu bedienen und dem bestehenden Bedarf vollständig gerecht zu werden. Das Thema »Flüchtlinge« mit all seinen unterschiedlichen Facetten hat »Hochkonjunktur«.

30 Jahre Flüchtlingsrat NRW – ist das ein Grund zum Feiern? Das große Ziel – die Selbstauflösung wegen fehlender Notwendigkeit, liegt angesichts gerade jüngst wieder zunehmender rechtlicher Verschärfungen und tatsächlicher Restriktionen in weiter Ferne. Über Jahre erkämpfte und erzielte Fortschritte werden mit einem einzigen gesetzlichen Federstrich in ihr Gegenteil verkehrt. Menschen, die aus lebensbedrohlichen Situationen zu uns geflohen sind, in der Hoffnung, hier Schutz zu finden, werden als Bedrohung für unsere Gesellschaft angesehen.

Dennoch: Alle Menschen, die den Flüchtlingsrat NRW seit seiner Gründung tatkräftig und/oder finanziell unterstützt haben, als Mitglieder, Externe oder Mitarbeitende stehen für die Grundüberzeugung, die bereits in der Gründungserklärung niedergelegt ist: »Das Grundrecht auf Asyl ist unser aller Menschenrecht. Seine Einschränkung bedroht nicht nur die Flüchtlinge, sondern stellt eine Vorstufe zur Einschränkung unserer bürgerlichen Freiheiten dar. Der Umgang mit Flüchtlingen ist einer der Prüfsteine für das Funktionieren der Demokratie.«

Es wäre wünschenswert, dass noch mehr engagierte Menschen und Flüchtlingsinitiativen dem Flüchtlingsrat NRW als Mitglied beitreten. Jedes Mitglied stärkt das politische Gewicht und die gesellschaftliche Überzeugungskraft des Flüchtlingsrats NRW – ein wichtiger Beitrag für den Einsatz für die neu zuwandernden und bereits hier lebenden Flüchtlinge angesichts der aktuellen rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Lage. Der Flüchtlingsrat NRW wird sich auch weiterhin für eine humane und gerechte Asylpolitik einsetzen.

Jetzt erst recht!

Unsere 30-Jahre-Jubiläumsbroschüre finden Sie hier.
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Den Erfahrungsbericht von Wolf-Dieter Just finden Sie in voller Länge hier

Die Rede zum Tag X 1993 von Volker Maria Hügel finden Sie in voller Länge hier

Den Erfahrungsbericht von Hans-Joachim Schwabe finden Sie in voller Länge hier

Den Erfahrungsbericht von Stefan Keßler finden Sie in voller Länge hier

Das Grußwort von Andreas Johnsen finden Sie in voller Länge hier

 

 

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SCHULE FÜR ALLE

Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme

30 Jahre Flüchtlingsrat NRW - Jetzt erst recht!

Der Flüchtlingsrat NRW wurde am 14. Dezember 1986 im Rahmen einer Tagung der Ev. Akademie Mülheim gegründet, um, zunächst als offenes Bündnis aktiv, die Arbeit der relativ jungen örtlichen Asylarbeitskreise und Flüchtlingsräte  im  großen  Flächenland  Nordrhein-Westfalen zu bündeln und geschlossen an die Landespolitik heranzutreten.

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„Infopaket Flucht und Asyl“ - noch einige Exemplare verfügbar

Das Infopaket kann per Mail an (gegen Porto) bestellt werden, bis zu fünf Exemplare pro Bestellung sind derzeit noch möglich.
Weitere Informationen zum Infopaket finden Sie hier.


Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

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Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2017, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können und Extrabroschüre mit temporären Fördermöglichkeiten.
Mehr dazu

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