Über das Projekt

Das Projekt "Alpha OWL - Flüchtlingsrat NRW" ist Teil des XENOS-Sonderprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleiberechtigte und Flüchtlinge. Das Programm zielt darauf ab, Bleibeberechtigte und Flüchtlinge nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Hintergrund dieses Programms ist die Änderung des Aufenthaltsgesetzes, die 2007 in Kraft trat. Geduldete AusländerInnen, die bis dahin mindestens acht, bzw. (bei Familien mit minderjährigen Kindern) sechs Jahre in Deutschland gelebt haben, sollte die Möglichkeit einer Aufenthaltserlaubnis gegeben werden. Voraussetzung dafür war unter anderem die eigens tändige Sicherung des Lebensunterhalts, was für die Betroffenen eine große Hürde darstellte, da sie jahrelang keinen oder "nachrangigen" Zugang zum Arbeitsmarkt hatten. Ein Großteil der AntragsstellerInnen konnte daher die geforderte Sicherung des Lebensunterhalts nicht nachweisen und bekam lediglich eine Aufenthaltserlaubnis "auf Probe" bis zum 31.12.2009. Ende 2009 zeichnete sich allerdings ab, dass eine vollständige Lebensunterhaltssicherung für viele Betroffene schwer machbar war. Die Innenminister fasste daruafhin einen Verlängerungsbeschluss für zwei Jahre.

Mit dem "Sonderprogramm zur arbeitsmarktlichen Unterstützung von Flüchtlingen und Bleibeberechtigten" steht erstmals ein Instrument zur Verfügung, das die Integration von Flüchtlingen auf den Arbeitsmarkt gezielt fördert. Im November 2010 ging das Projekt bereits in die 2. Förderrunde. 28 Netzwerke aus Flüchtlingsberatungsstellen, Grundsicherungsstellen und Bildungsträgern werden bundesweit bis 31.12.2013 mit insgesamt über 50 Millionen EUR gefördert, um die Betroffenen bei der Arbeitsplatzsuche und -sicherung zu unterstützen. Davon stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales 28 Mio. EUR zur Verfügung, rund 17 Mio. EUR kommen aus eigenen Haushaltsmitteln des ESF.

In diesem Rahmen hat das Projekt "Alpha OWL" im Dezember 2010 mit dem Ziel begonnen, die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt in der Region Ostwestfalen-Lippe zu fördern. Unter Einbeziehung der Familienmitglieder werden die TeilnehmerInnen durch Infoveranstaltungen, Weiterbildung und Begleitung bei der Suche nach Arbeit oder Ausbildung durch die Teilprojektträger individuell unterstützt. Personen, denen noch kein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden konnte, werden durch spezielle Qualifizierungsmaßnahmen näher an den Arbeitsmarkt gebracht.
Zusätzlich sollen im Laufe des Projekts MultiplikatorInnen ausgebildet werden, zum einen Angehörige der beteiligten Ämter und Institutionen, zum anderen Flüchtlinge, die sich dann ehrenamtlich als MultiplikatorInnen betätigen werden.

Der Flüchtlingsrat NRW betreibt Netzwerkarbeit in den Regionen Lippe und Gütersloh. Neben dem Aufbau Runder Tische werden auch Schulungen für MultiplikatorInnen durchgeführt, wodurch die bereits in der ersten Förderphase entstandenen Netzwerke weiter gestärkt und bestehende lokale Asyl- Netzwerke unterstützt werden. Im Verlauf des Prokejts sollen so insgesamt 60 MultiplikatorInnen langfristig an die Projektinhalte gebunden werden.

Nähere Informationen zum Projekt und AnsprechpartnerInnen finden Sie hier im Anhang in unserem Flyer_alpha_owl.pdf .

Bei Fragen und Anregungen kontaktieren Sie uns gerne:

Anja Stahl
Flüchtlingsrat NRW
Bullmannaue 11
45327 Essen
Telefon: (0201) 89908-20
Telefax: (0201) 89908-15

 

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