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| Lokalberichte Gevelsberg

Lokalbericht Gevelsberg (Stand 25.05.2015)

Gevelsberg ist eine kreisangehörige Stadt des Ennepe-Ruhr-Kreises mit rund 31.500 Einwohnern. Derzeit leben etwa 180 Flüchtlinge in Gevelsberg, davon sind 139 Menschen in Übergangsheimen untergebracht. Im Dezember 2013 lag die Zahl der Flüchtlinge in Gevelsberg noch bei 116 Personen. Die Stadt verfügt derzeit über sechs Übergangsheime, die über das Stadtgebiet verteilt liegen. Hierbei handelt es sich teilweise um städtische Wohnhäuser, die zu diesem Zweck umgewandelt wurden. Die Stadt bemüht sich, die Menschen so schnell wie möglich in Privatwohnungen zu vermitteln und sucht nach Lösungen bei Engpässen in der Sofortaufnahmekapazität.

Bürgermeister Claus Jacobi (SPD) stellte beim Neujahresempfang 2015 das Flüchtlingskonzept der Stadt vor. Dabei betonte Bürgermeister Jacobi, dass die Menschlichkeit die lokale Waffe im Kampf gegen den weltweiten Krieg, Terror und das Elend sei.

In diesem Kontext bestehen die flüchtlingspolitischen Aktivitäten in Gevelsberg nicht nur aus städtischem Engagement, sondern sind vielfach zivilgesellschaftlich getragen. So gibt es ein Patenprogramm, bei dem 13 freiwillige Flüchtlingspaten ausgebildet werden und wurden, die mit einzelnen Flüchtlingen arbeiten und diese unterstützen sollen. Diese Menschen gehen mit den jeweiligen Flüchtlingen zum Arzt oder zu Ämtern und unterstützen sie in der Bewältigung des täglichen Lebens in Deutschland.
Daneben wird ein Dolmetscherpool aufgebaut, wo mittlerweile 18 Sprachen von Ehrenamtlichen übersetzt werden könnten. Hier wird noch Unterstützung gesucht.
Spendenfinanzierte intensive Integrationskurse und Sprachkurse in Deutsch werden an der VHS Gevelsberg durchgeführt. Diese werden von lokalen Unternehmen, Vereinen (z.B. Rotary-Club) und Privatpersonen finanziert. 30 Flüchtlinge zwischen 17 und 62 Jahren werden mittlerweile seit Februar unterrichtet. Hierzu wurde von der Stadt und dem Verein Taubenväter - Menschen helfen Menschen ein Spendenkonto eingerichtet.

Die Stadt richtete ein Büro für Vielfalt und Zukunftschancen im Rathaus ein, das sich u.a. um die Einbindung von Flüchtlingen kümmert. Dabei organisiert diese Verwaltungseinheit auch das Patenprojekt und baut den Dolmetscherpool auf. So ist in Gevelsberg das städtische Engagement eng mit dem ehrenamtlichen Engagement der Menschen vor Ort verbunden.

www.gevelsberg.de/media/custom/2116_1691_1.PDF
www.gevelsberg.de/media/custom/2116_2924_1.PDF
www.wochenkurier.de/archiv/2015/01/24/fluechtlinge-in-gevelsberg-willkommen/
www.derwesten.de/staedte/gevelsberg/keine-angst-vor-den-fluechtlingen-id10249367.html
www.derwesten.de/staedte/gevelsberg/hilfe-fuer-fluechtlinge-angelaufen-id10398369.html
www.derwesten.de/staedte/gevelsberg/taubenvaeter-und-buergermeister-richten-spendenkonto-fuer-fluechtlinge-ein-id10264670.html
www.derwesten.de/staedte/gevelsberg/stadtverwaltung-sucht-nach-neuem-quartier-fuer-fluechtlinge-id10627165.html
www.derwesten.de/staedte/gevelsberg/zwiespalt-zwischen-naehe-und-distanz-id10648026.html

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