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| Kampagnen Unterstützungs-Aufruf / Call for support:"*NoBorder-Train-Kitchen Idomeni*"

Unterstützungs-Aufruf der "NoBorder-Train-Kitchen"  vom 3. Dezember:

"Die "NoBorder-Train-Kitchen", kochen seit einer Woche täglich für 2000 Menschen an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni. Sie senden euch solidarische Grüße und bitten Euch um Eure Mithilfe:

Liebe Freund_innen und Genoss_innen,

es ist mittlerweile gut 4 Wochen her, seit wir uns an Euch mit der Bitte
um Eure Unterstützung gewendet hatten. Ursprünglich um nach Slovenien zu
fahren – um dort gespendetes Material (Zelte,Decken,Schlafsäcke etc ) an
geflüchtete Menschen zu verteilen und eine mobile VolXküche zu errichten.

Die Reaktion auf unseren Aufruf war überwältigend. Schon nach kurzer
Zeit hatten wir soviel Material gespendet bekommen das die Sammelstellen
überquollen.

Einige Freund_innen starteten noch die Woche darauf mit vollbeladenen
Transportern.

Dann änderte sich die Situation in Slovenien und wir entschlossen uns
mit einer 8-köpfigen Gruppe kurzfristig mit einem vollbeladenen
12-Tonner-Truck nach Lesvos (Griechenland) aufzubrechen.

Kaum in Griechenland angekommen wurde die Grenze zwischen Griechenland
und Mazedonien für viele Geflüchtete dichtgemacht. Seit knapp 2 Wochen
harren seitdem tausende Menschen unter härtesten Bedingungen dort
aus, stetig kommen neue Busse an. Die Situation ist katastrophal. Schnell
war klar das wir an die Grenze nach Idomeni fahren um unser gespendetes
Material dort zu verteilen und versuchen würden dort zu kochen.

Seit einer Woche nun ist für uns in Idomeni Non stop cooking angesagt.
Wir haben uns mit einer anderen Kochcrew zusammengetan und inzwischen
versorgen wir sowie eine weitere autonome Küche täglich 2.000 Leute und
geben ca. 3.000 Mahlzeiten am Tag raus.

Zunächst bauten wir unsere Küche auf einem verlassenen Militärgelände
auf und begannen dort zu kochen. Währenddessen kam es zu einem ersten
größeren Aufstand als hunderte Geflüchtete versuchten die Grenze zu
stürmen und die Zäune niederrissen
(grenzenloskochenhannover.blogsport.de/2015/11/27/nach-der-nacht-unruhen-in-indomeni/).

Nach 2 Tagen wurde wir an unserem ersten Spot von der Polizei geräumt –
während der nächste, zweite größere Aufstand begann und wieder hunderte
Geflüchtete entschlossener als zuvor versuchten die Grenze zu stürmen.
Auslöser war ein tödlicher Stromschlag den jemand erlitt der sich auf
dem Dach eines Güterwagons befand. Daraufhin wurden die Menschen über
eine Stunde vom mazedonischen Militär mit Gasgranaten und Schockgranaten
beschossen.

Im Nebel der Tränengasrauchschwaden entschlossen wir uns kurzerhand
einen leerstehenden Güterwagon zu besetzen wo wir seit dem fast
pausenlos für tausende kochen. Inzwischen ist es gestern zu einem
dritten größeren Aufstand gekommen bei dem die protestierenden Menschen
mit Gummigeschossen beschossen wurden.

No Border-Train-Kitchen Idomeni

Durch unsere Erfahrungen hat sich herausgestellt das es günstiger ist
Lebensmittel direkt vor Ort einzukaufen. Auch bei Materialsammlungen
(Decken, Kleidung, Schuhe, Planen, Zelte) hat sich (für uns) herausgestellt
das es praktischer ist benötigte Materialien hier vor Ort in
Griechenland zu sammeln und die griechischen Genoss_innen dabei nach
unseren Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen (z.B. durch
Bereitstellung eines Miet-LkW). Wir wollen jedoch niemanden ausbremsen –
Es fehlt nach wie vor an allem. Immer wieder begegnen uns Menschen ohne
Schuhe, Decken, Jacken, Socken etc.

Wir wenden uns hiermit nochmal an Euch alle mit der Bitte uns
(weiterhin) zu unterstützen. Zum einen sind wir dringend auf Geldspenden
angewiesen um überhaupt noch weiterkochen zu können. Wir haben allein in
der letzen Woche 3.000,- Euro für Lebensmittel ausgeben (müssen).
Darüber hinaus musste gerade ein Teil unserer Kochcrew wieder abreisen,
so das wir momentan einen personellen Engpass haben. Dazu kommt das wir
an der Grenze des Leistbaren sind und einige von uns leider krank
geworden sind, da es hier nachts bitterkalt wird.

Wir sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Aktivist_innen aus der
Altmark, Hamburg, Hannover, Berlin, Melbourne and from the middle of
nowhere…

Einige von uns stammen aus VoKü-zusammenhängen (wie z.B. VolXküche
Hannover / Le Sabot, Food for Action) sowie andere AktivistInnen die ganz
andere Erfahrungen,Stärken und Schwächen mitbringen.

Die meißten von uns kannten sich vorher nicht. Was uns eint – ist –
durch unsere Arbeit und die Bereitstellung von Verpflegung und
technischer Infrastruktur vor Ort konkrete Hilfe zu leisten und so die
Menschen auf der Flucht bei der Überwindung der Grenzen praktisch zu
unterstützen.

Inzwischen haben sich unserer Crew auch Geflüchtete aus Marrokko sowie
dem Iran und Pakistan angeschlossen ohne deren Hilfe wir das hier gar
nicht schaffen könnten. Auch sie am Rande Ihrer Kräfte…

No Border-Train-Kitchen Idomeni

Wir konnten inzwischen gute Kontakte in Thessaloniki aufbauen - wo wir
momentan versuchen Räume für "Out of Action" sowie Pennplätze zum
ankommen zu organisieren.

Wie gesagt wir sind momentan nicht viele. Wenn ihr Euch also vorstellen
könnt ein oder besser 2 Wochen mit uns gemeinsam zu Kochen/ uns dabei zu
unterstützen, und/oder zu entlasten (so das es einigen möglich wäre sich
2-3 Tage rauszuziehen um wieder zu Kräften zu kommen- bitte nehmt
Kontakt mit uns auf.

*Infotelephon:* *0030-69466-50046*

Wir bitten alle unsere Freund_innen und Genoss_innen uns nach ihren
Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen und zu überlegen, wie und wo
ihr in Eurem Umfeld evtl. Geld besorgen könnt, damit bei uns weiterhin
der Kessel dampft.

Außerdem wäre es super wenn Ihr diesen Aufruf möglichst breit streuen/
weiterleiten könntet.

Informiert Euch, organisiert Euch – denkt Euch selber was aus!"

 

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