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| Syrien Vorbereitung von Widerrufsverfahren? BAMF lädt im schriftlichen Verfahren Anerkannte zum Gespräch

Aktuell erhalten viele syrische Flüchtlinge Einladungen zu einem „Gespräch“ in einer Außenstelle des BAMF. In dem Schreiben heißt es u.a.: „Sie sind im Jahr 2015 oder 2016 in Deutschland angekommen – zusammen mit mehr als einer Million Schutzsuchender. Im Interesse der Schutzsuchenden wurden für bestimmte Herkunftsländer ergänzend zum regulären Verfahren auch schriftliche Verfahren durchgeführt. Auch Ihr Antrag wurde in einem solchen Verfahren bearbeitet und entschieden. Vor dem Hintergrund einer Überprüfung bittet das BAMF Personen, welchen im schriftlichen Verfahren ein Schutzstatus zuerkannt wurde, zu einem Gespräch. Hierzu lade ich Sie [...] ein am [...] um [...] in [...]. Die Teilnahme an diesem Gespräch ist freiwillig. Sollten Sie an diesem Termin verhindert sein, bitte ich um schriftliche Mitteilung [...]“.

Dieses Schreiben sorgt für erhebliche Unruhe bei vielen syrischen Flüchtlingen. Hintergrund des Schreibens dürfte sein, Anhaltspunkte für die Einleitung eines Widerrufsverfahrens zu identifizieren. Der Flüchtlingsrat NRW wies deshalb am 26.02.2018 darauf hin, dass diesbezüglich keine gesetzliche Mitwirkungspflicht der Betroffenen bestehe. Dies habe das BAMF im seinem Schreiben auch selbst mit dem Hinweis auf die Freiwilligkeit betont. Betroffene könnten daher die Einladung ablehnen, ohne irgendwelche negativen Konsequenzen fürchten zu müssen. Es müsse auch kein Grund dafür angegeben werden, warum man der Einladung nicht folge. Eine schriftliche Mitteilung über die Nichtwahrnehmung des Termins, am besten mit der Bitte um Bestätigung der Kenntnisnahme, reiche aus.

Das BAMF Schreiben in voller Länge finden Sie hier.


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Ehrenamtspreis 2018

Am 17. November 2018 wird wieder der Ehrenamtspreis verliehen! 

Die Bewerbungsfrist endet am 25.03.2018.Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis 2018 finden Sie hier.

30 Jahre Flüchtlingsrat NRW - Jetzt erst recht!

Der Flüchtlingsrat NRW wurde am 14. Dezember 1986 im Rahmen einer Tagung der Ev. Akademie Mülheim gegründet, um, zunächst als offenes Bündnis aktiv, die Arbeit der relativ jungen örtlichen Asylarbeitskreise und Flüchtlingsräte  im  großen  Flächenland  Nordrhein-Westfalen zu bündeln und geschlossen an die Landespolitik heranzutreten.

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(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" kann ab sofort unter initiativen.at.frnrw.de bestellt werden.
Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

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Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2018, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
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