Teilen:

| Pressemitteilungen Essen stellt sich quer zur Zentralen Ausländerbehörde (ZAB)

Pressemitteilung des Bündnisses Essen stellt sich quer vom 20. März 2018:

Ein klares NEIN zur ZAB in Essen!

Willkommenskultur. Wir dürfen nicht zulassen, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit zum Leitbild der Politik werden. Eine klare Positionierung der Essener Bürgerschaft könnte dazu beitragen.

Liebe Essenerinnen und Essener,

Unsere Stadt plant die Einrichtung einer sogenannten „Zentralen Ausländerbehörde“ (ZAB), deren einziger Zweck darin besteht schutzsuchende Menschen loszuwerden. Für uns, das Bündnis „Essen stellt sich quer“, ist eine solche Behörde unvereinbar mit dem Bild, das wir von unserem Essen haben. Bei uns im Ruhrgebiet ist die Welt zu Hause! Die Einrichtung einer solchen Behörde würde massive Auswirkungen auf die Situation Geflüchteter in Essen haben.

Die geplante Behörde bedeutet im Einzelnen:

• Eine ZAB soll einzig für ein „Rückkehrmanagement“ zuständig sein, das Abschiebungen und sogenannte freiwillige Ausreisen zentral durchsetzen und durchführen würde, statt nach Perspektiven für die betroffenen Menschen zu suchen.

• In einer ZAB würde nur noch nach Aktenlage entschieden und nicht mehr der Einzelfall gesehen werden. Abschiebungen in Kriegsgebiete, wie z.B. nach Afghanistan, töten Menschen.

• Eine solche Behörde widerspricht einer humanitären Flüchtlingspolitik, indem sie dazu beiträgt, dass Geflüchtete in Lagern zusammengepfercht und so gesellschaftlich isoliert werden.

• Vor allem würde mit der Einrichtung einer ZAB dem Druck der AfD nachgegeben, Abschiebungen effektiver und zentral zu organisieren.

Wir brauchen ein klares politisches Signal an die Landesregierung gegen ein flüchtlingsfeindliches Abschiebemanagement und für eine solidarische eine ZAB in unserem Essen zu verhindern.

Um den zivilgesellschaftlichen Druck zu erhöhen formiert sich bereits ein breites Bündnis gegen die geplante ZAB in Essen. Wir fordern ein klares NEIN zur ZAB und wollen weiterhin an einer Stadtgesellschaft und einer Politik arbeiten, die nach Perspektiven für alle sucht.

Jede Form der Unterstützung ist herzlich willkommen. Lassen Sie uns gemeinsam einstehen für ein lebenswertes Essen für alle Menschen!

Zurück zu "Aktuell"

Ehrenamtspreis 2018

Am 17. November 2018 wird wieder der Ehrenamtspreis verliehen! 

Die Bewerbungsfrist endet am 25.03.2018.Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis 2018 finden Sie hier.

30 Jahre Flüchtlingsrat NRW - Jetzt erst recht!

Der Flüchtlingsrat NRW wurde am 14. Dezember 1986 im Rahmen einer Tagung der Ev. Akademie Mülheim gegründet, um, zunächst als offenes Bündnis aktiv, die Arbeit der relativ jungen örtlichen Asylarbeitskreise und Flüchtlingsräte  im  großen  Flächenland  Nordrhein-Westfalen zu bündeln und geschlossen an die Landespolitik heranzutreten.

[weiterlesen]

(Aktualisierter) Flyer zur Entkräftung von Vorurteilen erschienen!

Der Flyer "Flüchtlinge sind an allem schuld!" kann ab sofort unter initiativen.at.frnrw.de bestellt werden.
Weitere Informationen zu dem Flyer finden Sie hier.


Handreichung zur Wohnsitzregelung

Informationen zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge gemäß §12a AufenthG für Nordrhein-Westfalen – Stand 28.02.2017

[weiterlesen]

Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte

Broschüre des FR NRW, Stand April 2018, zu verschiedenen Institutionen, die fortlaufend für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können.
Mehr dazu

Folgen Sie dem Flüchtlingsrat

auf facebook und twitter


  Gefördert u.a. durch:

Das Projekt Infonetz wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

© Flüchtlingsrat NRW 2018