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| In eigener Sache, aktuelle Termine, Aktuell Ehrenamtskongress NRW am 11.11.17 in Essen

In den Kommunen NRWs engagieren sich historisch viele Ehrenamtliche für die Interessen von Flüchtlinge, und dies unermüdlich, trotz teils schwieriger politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Unter dem Leitspruch „… and action! Wir machen politische Flüchtlingsarbeit vor Ort“ lädt der Flüchtlingsrat NRW e.V. am 11. November zum Ehrenamtskongress nach Essen ein. Zu aktuell relevanten Themen, zu Hindernissen und Einflussmöglichkeiten im Rahmen der lokalen Flüchtlingsarbeit, bietet dieses Forum Raum für offenen Austausch. Neben fachlichen Inputbeiträgen werden sich in Workshops zu Aktionsformen und Handlungsfeldern der Flüchtlingsarbeit auch Initiativen aus allen Regionen NRWs mit einzelnen Projekten vorstellen.
Es erwartet Sie und Euch eine informative und spannende Tagung!

Anmeldungen sind bis zum 5.11.2017 an ehrenamt1@frnrw.de möglich. Bitten geben Sie sowohl für den Vor- als auch für den Nachmittag jeweils zwei Workshops in Ihrer Wunschreihenfolge an.

Vorstellung der Workshops

Vormittags: Erster Block (11.15-13.15 Uhr)

1. Kommunale Strukturen kennen und politisch für Flüchtlinge einstehen

In Nordrhein-Westfalen gibt es verschiedene Möglichkeiten, auf die Handlungsweisen einer Kommune einzuwirken. Dazu ist es wichtig, mit den Organisationsstrukturen der Kommune vertraut zu sein. Welche Gremien gibt es und wie kann sich eine Einzelperson oder eine Initiative inmitten der lokalen Wirtschaft und Politik mit dem eigenen Anliegen positionieren?
In diesem Workshop sollen die Prozesse von Beteiligungsverfahren erläutert werden, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit, aber auch der sachlichen Auseinandersetzung zwischen der Gesellschaft und der Politik zu eruieren und zu fördern.

2. Gemeinsam anpacken – Bündnisse und Netzwerke auf kommunaler Ebene

Aktive in der politischen Flüchtlingsarbeit erleben es tagtäglich: Vieles kann nur mit vereinten Kräften erreicht werden. In diesem Workshop stehen Zusammenarbeit und Bündnisse zwischen unterschiedlichen AkteurInnen der Zivilgesellschaft im Fokus. Mit vereinten Kräften soll ein gelungenes Ankommen von Flüchtlingen ermöglicht werden. Wie können AkteurInnen aus lokalen Initiativen und Vereinen gewinnbringend in die Flüchtlingsarbeit einbezogen werden, um gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und für Solidarität einzustehen? Stabile Netzwerke zu schaffen, bietet die Chance auf eine nachhaltige Unterstützung von Flüchtlingen, sowie auf eine stärkere politische Stimme für Menschlichkeit und eine offene, solidarische Gesellschaft.

3. „Say it loud, say it clear, refugees are welcome here“ – Öffentlich wirksam im Ehrenamt


Für das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe ist die Öffentlichkeits- und Medienarbeit ein wichtiges Tool. Hierbeit gibt es viele Methoden und Wege an die Öffentlichkeit zu gehen. Wann ist es sinnvoll, den Kontakt zur lokalen Presse zu suchen? Wie können aktuelle Themen sowie die positiven Effekte des Engagements wirksam veröffentlicht werden? Wie können Menschen für Aktionen begeistert werden? Dieser Workshop reflektiert in einem interaktiven Prozess diese und weitere Fragen.
 
4. Von der Idee zur Tat: Fördermittelakquise und Projektmanagement

Willkommens- und Flüchtlingsinitiativen bringen bereits wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Projekte und Aktionen mit: gute Ideen und motivierte Menschen, die etwas verändern wollen. Aufgrund begrenzter Ressourcen fehlt es indes oft an Energie für die langfristige Koordinierung und Planung. Hinzu kommt, dass die Arbeit finanziert werden muss, der Zugang zu Fördermitteln jedoch nicht immer einfach ist und die Fördertöpfe begrenzt sind.    
Der Workshop bietet Anregungen zu Fördermittelakquise und Projektmanagement. Bringen Sie Ideen mit! Es wird Raum geben zum Austausch, wie aktuelle und zukünftige Projekte aus dem Kreis der Teilnehmenden erfolgreich umgesetzt werden können.

Nachmittags: Zweiter Block (14.15-16.15 Uhr)

5. Wohnen in der Kommune

Nach der Zuweisung von Flüchtlingen aus Landesunterkünften in die Kommunen ist die Unterbringung Selbstverwaltungsaufgabe der jeweiligen Gemeinden. Dementsprechend variiert die Wohnsituation für Flüchtlinge erheblich zwischen den Kommunen in NRW. Aber auch innerhalb von Kommunen gibt es teilweise erhebliche Unterschiede in der Wohnsituation. Häufig für lange Zeiträume in Sammelunterkünften untergebracht, leiden Flüchtlinge nicht nur unter mangelnder Privatsphäre. Eine gelungene Integration kann so nur ein diffuser Traum bleiben. Welche kommunalen Unterschiede gibt es? Initiativen stellen sich und ihren Raum vor.

6. Weiterkommen – Mobilität ermöglichen

Die Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen ist vielerorts teilweise durch rechtliche Beschränkungen (Residenzpflicht), teilweise durch tatsächliche Gegebenheiten (abgelegene Unterkünfte) eingeschränkt. Durch Wohnsitzauflagen wird dieses Problem noch verstärkt. Um soziale Teilhabe für Flüchtlinge zu gewährleisten, ist Mobilität aber unverzichtbar. Wir diskutieren und entwickeln gemeinsam verschiedene Optionen, die es Flüchtlingen ermöglichen sollen, am sozialen Leben teilzunehmen.

7. Unterstützung bei der Job- und Arbeitssuche

Viele Engagierte in der Flüchtlingsarbeit leisten Unterstützung bei der Jobsuche und der Bewältigung ggf. vorhandener bürokratischer Hürden. Einen Überblick über die aktuellen rechtlichen Voraussetzungen zu gewinnen und zu behalten ist eine Sache, eine andere ist die ergebnisorientierte Zusammenarbeit der Flüchtlingshelfer mit lokalen Unternehmen und den zuständigen Behörden. Arbeit ist ein Menschenrecht, darum haben viele Ehrenamtliche nicht nur den unmittelbaren Wirkungskreis im Blickfeld, sondern verstehen ihr Engagement zunehmend politisch.

8. Nicht nur teilnehmen, auch teilhaben! – Einbindung von Flüchtlingen im gesellschaftlichen Leben

Gemeinsame Freizeitaktivitäten von Flüchtlingen und Ehrenamtlichen stärken nicht nur die jeweilige Beziehung, sondern verhelfen den Flüchtlingen auch zu Selbstbewusstsein in der neuen Umgebung. Durch den Austausch in einem geschützten Raum können Flüchtlinge wieder lernen ihre Bedürfnisse zu artikulieren. Unter dem Stichwort „Empowerment“ berichten Ehrenamtliche von ihren Ideen und deren Umsetzung


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Das Infopaket kann per Mail an (gegen Porto) bestellt werden, bis zu fünf Exemplare pro Bestellung sind derzeit noch möglich.
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